WM-Aus für Kuranyi und Ernst
Schalke hadert mit Klinsmann-Kader

Für eine faustdicke Überraschung hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei der Präsentation seines Aufgebots für die Fußball-Weltmeisterschaft gesorgt. Dortmunds Angreifer David Odonkor darf sich freuen, der FC Schalke 04 ist hingegen enttäuscht und spricht von einem "Schlag ins Gesicht".

HB BERLIN. Klinsmann nominierte als Stürmer den 22-jährigen David Odonkor. Der Nachwuchs-Star von Borussia Dortmund bestritt noch keine Länderpartie und spielte auch in der bisherigen Vorbereitung zumindest offiziell keine Rolle. Zu Hause bleiben muss hingegen der in der Nationalmannschaft oft gesetzte, zuletzt aber meist formschwache Schalker Angreifer Kevin Kuranyi.

Mit großer Enttäuschung hat der FC Schalke 04 auf die Ausbootung von Kevin Kuranyi und Fabian Ernst für die Fußball-WM reagiert. "Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren, weil es allein die Sache des Bundestrainers ist. Aber wir können sie nicht nachvollziehen", sagte Schalkes Teammanager Andreas Müller am Montag nach der Nicht-Nominierung der beiden Schalker Profis. "Für beide ist das ein Schlag ins Gesicht, von dem sie sich erst mal erholen müssen", sagte Müller. Kuranyi und Ernst selbst waren nicht für eine Reaktion zu erreichen.

"Ernst hat alle Vorbereitungsmaßnahmen der Nationalmannschaft auf die WM mitgemacht. Zudem hat er bei uns im letzten Vierteljahr einen deutlichen Formanstieg gezeigt, ist kerngesund und fit", meinte Müller. Der Teammanager kritisierte auch, dass Stürmer Kuranyi in den beiden Länderspielen in diesem Jahr "kaum die Möglichkeit erhalten habe, sich zu bewähren". Gegen Italien war Kuranyi, der in dieser Saison zehn Bundesligatore erzielte, nicht nominiert worden. Gegen die USA hatte er wegen einer Meniskus-Operation gefehlt. Müller versteht den WM-Verzicht auf Kuranyi nicht: "Wenn man sich die Torausbeute in Länderspielen in der Amtszeit von Jürgen Klinsmann ansieht, spricht die ganz klar für Kevin."

Obwohl es nicht immer optimal lief, haben laut Müller Ernst und Kuranyi in ihrer ersten Saison auf Schalke nicht enttäuscht. "Sie haben sich in der Champions League auf dem Niveau bewährt, das dem einer Weltmeisterschaft entspricht. Und sie haben ihren Anteil daran, dass wir im UEFA-Cup als einziger deutscher Verein bis ins Halbfinale gekommen sind", sagte er. Müller hofft, dass beide Profis, die noch "auf Abruf" für die WM bereit stehen, in der nächsten Saison die entsprechende Reaktion zeigen. "Im Trikot von Schalke 04 werden Kevin und Fabian beweisen, dass die Entscheidung die falsche war."

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