WM-Auslosung
Löw lässt Duell gegen Klinsmann kalt

Nach der WM-Auslosung fliegt Bundestrainer Joachim Löw zufrieden zurück nach Deutschland. Auch das anstehende Duell mit seinem einstigen Chef sei „kein Schock“. Er sorgt sich aus einem ganz anderen Grund.
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Costa do SauípeAls die Auslosungsschlacht geschlagen war, ging Bundestrainer Joachim Löw nochmals zum Strand am Atlantischen Ozean, blickte aufs Meer und sinnierte über die zugelosten WM-Gruppen-Gegner. Die „alten Bekannten" Portugal und Ghana, aber vor allem das Duell mit seinem einstigen Chef und USA-Coach Jürgen Klinsmann hat die WM-Auslosung im mondänen „Resort Costa do Sauípe" der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien am Nikolaustag beschert.

Doch die Ausgangsposition ist für den 53-Jährigen klar. „Portugal und Deutschland sind die Favoriten, aber natürlich wird es schwer, die Gruppe zu überstehen aufgrund der Gegebenheiten. Wir hätten natürlich lieber im Süden gespielt, wo die Temperaturen 15 Grad betragen", sagte Löw, der das Duell gegen den Ex-Bundestrainer Klinsmann gelassen sieht: „Das war kein Schock. Wir Trainer nehmen das professionell zur Kenntnis."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ergänzte: „Es hätte etwas angenehmer sein können. Ich habe mit Jürgen noch auf der Fahrt zur Auslosung geflachst: Wir kommen sowieso in eine Gruppe."

Am Vorabend der Auslosung hatte sich „Klinsi" mit der deutschen Delegation ausgetauscht. „Wir haben diskutiert und gesprochen, ich glaube ab jetzt wird er verschlossener sein", sagte Teammanager Oliver Bierhoff, „sie sind sehr stark, haben aber nicht die Qualität an Spielern, die wir haben."

Mehr Probleme bereiten dem dreimaligen Weltmeister die klimatischen Bedingungen. Die Spiele in Salvador (16. Juni gegen Portugal), Fortaleza (21. Juni gegen Ghana) und Recife (26. Juni gegen die USA) im heißen Norden Brasiliens bei wohl weit über 30 Grad, noch dazu um 13.00 Uhr bzw. 16.00 Uhr Ortszeit, werden zur Belastungsprobe.

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