WM-Börse
„Mr. Unbekannt“ liegt hoch im Kurs

Von den Fans laut gefordert, vom Bundestrainer aber mehr oder weniger abgekanzelt - die Aktien von Mehmet Scholl auf eine Nominierung für den WM-Kader stehen auch an der WM-Börse schlecht. Erwartet wird dagegen, dass Jürgen Klinsmann einen eher offensiv ausgerichteten Kader zusammenstellt. Welche Profis derzeit hoch im Kurs stehen.

DÜSSELDORF. Kapitän Michael Ballack führt die Kursliste an der WM-Börse der Spielernominierungen an. Sein Mittelkurs liegt am Mittwoch bei 9,46 WMark. Kurz dahinter wird allerdings schon ein "anderer Spieler" gehandelt. Dahinter dürfte nach den jüngsten Geschehnissen wohl Jens Nowotny stecken.

Wie aber funktioniert die WM-Börse der Spielernominierungen überhaupt? Bis zum Tag der Nominierung des Kaders durch Bundestrainer Jürgen Klinsmann am 15. Mai können an der WM-Börse von Handelsblatt.com die Nominierungschancen von 39 namentlich genannten deutschen Hoffnungsträgern sowie eines möglichen Überraschungskandidaten in verbriefter Form gehandelt werden. Kauf- und Verkaufaufträge werden bis zum Vorabend der Bekanntgabe des WM-Kaders durch den Bundestrainer am 15. Mai angenommen.

Die WM-Börse ist ein virtueller Prognose-Aktienmarkt zur Fußball-WM 2006. Die Idee: Die Erwartungen über ein WM-Ereignis - in diesem Fall die Frage: "Welche 23 Spieler nominiert Bundestrainer Jürgen Klinsmann für seinen WM-Kader?" - werden in Form von Aktien verbrieft und können wie an einer richtigen Börse in Echtzeit gehandelt werden. Charts und Kurstabellen informieren minutenaktuell über den jeweils aktuellen Wert der Titel. Anhand der am Markt aus Angebot und Nachfrage ermittelten Aktienkurse ergibt sich zugleich eine Vorhersage zum Ergebnis der entsprechenden Fragestellung.

Für 23 der 40 gehandelten Aktien - so stark wird der Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM sein - gibt es nach Marktschluss eine Auszahlung in Höhe von 10 WMark je Papier zurück. Umgekehrt bedeutet dies, dass das in die 17 anderen Aktien investierte Kapital, nämlich das der Spieler, die nicht nominiert wurden, vollständig verloren ist.

Mit seiner Ankündigung, Jens Nowotny zum Fitnesstest der Kandidaten für den WM-Kader einzuladen, hat Jürgen Klinsmann Ende vergangener Woche für eine große Überraschung gesorgt. Da der Leverkusener nicht unter den 39 namentlich genannten Spielern ist, ist die Aktie "Ein anderer Spieler" nach dem Marktstart am vergangenen Freitag gleich ganz oben an der Börse eingeschlagen. Die WM-Börsianer gehen mit recht hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Bundestrainer sich auch für einen Spieler, der nicht genannt ist, entscheiden wird. Die Bestätigung Klinsmanns, Nowotny habe sich beim Fitnesstest gut geschlagen ("Jens hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Er ist natürlich höchst motiviert, weil er noch die Möglichkeit hat, zur WM zu fahren, und er hat alle Tests uneingeschränkt mitmachen können."), hat die Aktie noch weiter beflügelt. Kurzzeitig lief die Aktie des "Mr. Unbekannt" sogar am erfolgreichsten.

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