WM-Chef Jordaan
„Wir planen die beste WM aller Zeiten“

Die WM-Vorbereitungen haben Südafrikas Image nach Ansicht von Danny Jordaan nachhaltig gewandelt. Im Interview erläutert der WM-OK-Chef den Stand der Vorbereitungen für die WM 2010, spricht über die Bedeutung des Confederations Cups und den Wandel, den sein Land bereits durchgemacht hat.

Frage: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit dem Confederations Cup und wie viele Fans erwarten Sie aus dem Ausland?

Danny Jordaan: Wir erwarten beim Confederations Cup keinen großen Andrang aus dem Ausland. Der bisherige Verkauf der Eintrittskarten zeigt deutlich, dass von dort nur sehr wenige Fans anreisen werden. 90 Prozent der verkauften Tickets sind an Südafrikaner gegangen, und nur für die restlichen zehn Prozent gab es Interesse von auswärts. Dennoch wird es ein sehr wichtiger Test sein, um alle unsere Systeme, die Infrastruktur und vor allem die Bereitschaft der Stadien zu testen. Der Ticket-Verkauf hätte besser sein können, aber er hat seit Jahresbeginn dramatisch angezogen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es beim Anpfiff keine leeren Sitze geben wird.

Hat sich Südafrikas Image durch die die WM-Vorbereitungen bereits gewandelt?

Ja, das Image des Landes hat sich im Ausland bereits dramatisch gewandelt. Vergangenes Jahr haben viele Leute noch immer vom Alternativplan der Fifa - dem "Plan B" - gesprochen, den Joseph Blatter beim erwarteten Versagen Südafrikas aus der Schublade holen würde. Das hat nun völlig aufgehört. Zudem gibt es eine enorme Nachfrage nach WM-Tickets - und das sagt ja eine Menge aus über das Vertrauen der Menschen in die Fähigkeiten Südafrikas, eine gute WM zu organisieren. Eine Million Karten sind bereits verkauft, und unsere Marketingkampagnen werden nun stark anziehen. Ich bin sicher, dass die Welt bei uns die beste WM aller Zeiten erleben wird.

Der Stadion-Neubau in Port Elizabeth ist rechtzeitig zum Confed Cup weitgehend fertiggestellt. Dennoch haben Sie den Spielort aus Sorge vor einer zu späten Fertigestellung aus dem Turnier genommen. War das die richtige Entscheidung?

In der Rückschau sind heute natürlich eine Menge Dinge viel klarer als damals. Aber wir mussten im November 2008 eine Entscheidung fällen, weil die Tickets in den Verkauf gehen mussten, und zu dem Zeitpunkt war einfach noch nicht klar, ob das Stadion in Port Elizabeth fristgerecht fertiggestellt werden würde. Das Stadion war am 1. April fertig, und am 16. Juni wird dort das erste internationale Fußballspiel stattfinden.



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