WM-Einsatz
12 000 Mitarbeiter für die Sicherheit

Rund eine Million Besucher aus dem Ausland werden zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in Deutschland erwartet, dazu werden mehrere Mill. Bundesbürger unterwegs sein. Eine solche Großveranstaltung braucht genügend Personal - zur Sicherheit.

HB FRANKFURT/MAIN. Unter anderem sollen tausende von privaten Sicherheitsleuten zum Einsatz kommen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen, Harald Olschok, schätzt den Personalbedarf während der WM auf 12 000.

"Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 180 000 private Wach- und Sicherheitsleute, davon rund 13 000 im Veranstaltungsbereich", sagt er. Der Bedarf während der WM entstehe, weil bei den Partien mehr Personal als bei Bundesligaspielen in den Stadien benötigt werde, die 32 Mannschaftsquartiere geschützt und die so genannten Public-viewing-Gebiete gesichert werden müssten. "Der genaue Bedarf vor den öffentlichen Großleinwänden ist aber schwer einzuschätzen", sagt Olschok.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, tritt für einheitliche Sicherheitsstandards bei den Übertragungen der Fußballspiele auf öffentlichen Großleinwänden ein. Neben Zugangskontrollen und Zäunen hält er den Einsatz privater Sicherheitsdienste für angebracht. "Solche Übertragungen sind ähnlich wie Popkonzerte als private Veranstaltungen nicht Zuständigkeit der Polizei", erklärt er. Diese sei nur dann zuständig, wenn eine Strafverfolgung erforderlich sei. Spezielle Schulungen der Polizei seien im Vorfeld der WM für private Sicherheitskräfte nicht vorgesehen, erklärt Freiberg. Üblich sei eine Sachkundeprüfung für Wach- und Sicherheitskräfte.

Voraussetzung für diese Prüfung nach §34a Gewerbeordnung ist eine Unterrichtung durch eine Industrie- und Handelskammer. Für angestellte Sicherheitsleute genügt die "Unterrichtung für Bewachungspersonal", die zum Beispiel zur Tätigkeit als Veranstaltungs-Security berechtigt. Laut Industrie- und Handelskammer (IHK) München ist dazu die Teilnahme an 40 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten notwendig. Teil der Belehrung sind demnach "mündliche und schriftliche Verständnisfragen".

Für den Einsatz bei der WM müssen die Sicherheitsleute außerdem formal vom Organisationskomitee (OK) der FIFA akkreditiert sein. Dies setzt nach Angaben einer Sprecherin des Bundeskriminalamts vor allem voraus, dass der volljährige Bewerber keine Vorstrafen hat.

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