WM hat Deutschland verändert
WM hat 85 185 Arbeitsplätze geschaffen

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat das Gastgeberland grundlegend verändert. Wirtschaftlich gesehen hat die WM die Kassen klingeln lassen und Arbeitsplätze geschaffen. Des weiteren hat die WM auch für ein neues "Wir-Gefühl" in Deutschland gesorgt.

HB BERLIN. Bereits vor den Finalspielen der XVIII. Weltmeisterschaft am Wochenende steht der triumphale Erfolg der zweiten WM-Endrunde auf deutschem Boden nach 1974 außer Zweifel. "Dies ist die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Noch nie ist ein Event so emotional und global dargestellt worden", lobte FIFA-Boss Joseph S. Blatter das Turnier der Superlative, das Deutschland 31 Tage lang in einen Fußball-Rausch versetzte.

Millionen Fans nahmen Anteil an dem Großereignis, es lieferte den Beweis dafür, dass auch die Deutschen euphorisch, ausgelassen und vor allem friedlich feiern können. "Es hat alles gepasst. Bei den Fanfesten haben unterschiedliche Rassen und Religionen nebeneinander gestanden. So stellt sich der Liebe Gott die Welt vor, auch wenn wir in der Realität noch 100.000 Jahre davon entfernt sind", resümierte Franz Beckenbauer, Präsident des deutschen WM-Organisationskomitees.

"Die Welt zu Gast bei Freunden" - wohl noch nie wurde ein WM-Motto so überzeugend umgesetzt. Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Kreativität wurden aller Orten gelebt. Weit über 32 Milliarden TV-Zuschauer weltweit nahmen Notiz von der größten Image- und Werbekampagne, die Deutschland je erlebt hat.

"Kaiser Franz" Beckenbauer hat sich dabei als Macher der WM 2006 in Deutschland endgültig unsterblich gemacht, nachdem er als Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1974 und Teamchef der Weltmeistertruppe von 1990 schon markante Triumphe vorzuweisen hatte. Die Art und Weise, wie die WM organisiert und durchgeführt wurde, setzte Maßstäbe. "Alles hat gepasst", bilanzierte Beckenbauer und wies auch auf das Wetter hin: "Mit dem Eröffnungsspiel ist der Sommer eingezogen, nachdem wir vorher noch im Wintermantel rumgelaufen sind und die Schneefallgrenze bei 800 Metern lag."

Sicherlich auch ein Mosaiksteinchen im deutschen WM-Erfolgsgefüge. Ein weiteres wichtiges war das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Die Ankündigung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei seinem Amtsantritt knapp zwei Jahre zuvor ("Wir wollen Weltmeister werden") war keine hohle Phrase. Mit begeisterndem Offensiv-Fußball lösten Ballack und Co. nie erwartete Euphoriewellen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen aus. Selbst das Halbfinal-Aus gegen Italien, der zerstörte Traum vom vierten WM-Triumph, war kein Beinbruch.

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