WM in Russland und Katar
Sonderermittler widerspricht Fifa-„Ethikkommission“

Von wegen Schlussstrich: Fifa-Ermittler Garcia fühlt sich von der „Ethikkommission“ falsch wiedergegeben. Die hatte kein Indiz für schwerwiegende Korruption bei der WM-Vergabe nach Russland und Katar gefunden.
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Der Freispruch vom Korruptionsvorwurf für die umstrittenen WM-Gastgeber Russland und Katar hat zu einem FIFA-internen Eklat geführt und die Glaubwürdigkeit der vermeintlich unabhängigen Ermittlungen infrage gestellt. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung eines 42-seitigen Berichts der rechtssprechenden Ethikkammer unter dem Vorsitz des deutschen Juristen Hans-Joachim Eckert widersprach der vom Fußball-Weltverband beauftragte Sonderermittler Michael Garcia seinem Kollegen und kündigte wegen „zahlreicher unvollständiger und fehlerhafter Darstellungen der Tatsachen und Schlussfolgerungen“ Berufung gegen den Bericht an.

Die Korruptionsbekämpferin Sylvia Schenk sprach am Donnerstag von einer „Kommunikationskatastrophe“. Die Frankfurterin, die bei Transparency International Deutschland die Arbeitsgruppe Sport leitet, sagte: „Die FIFA erhält keine Glaubwürdigkeit, wenn nur 42 Seiten von mehreren 100 veröffentlicht werden.“ DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Ligapräsident Reinhard Rauball hielten sich mit einer inhaltlichen Bewertung des Eckert-Berichts zurück, bekräftigten aber ihre Vorbehalte gegen die Fußball-WM Katar 2022.

Zuvor hatte die FIFA auf ihrer Internetseite eine Stellungnahme Eckerts veröffentlicht, derzufolge es keine Einwände gegen das Turnier in Katar gebe. Auch Russland als Gastgeber des kommenden Turniers 2018 wurde von den seit langem schwelenden Korruptionsvorwürfen freigesprochen. Nach mehrjährigen Ermittlungen konnte die FIFA-Ethikkommission im harten Bieterwettbewerb um die Milliarden-Events in vier und acht Jahren zwar viele Verstöße gegen moralische wie juristische Regularien des Weltverbandes feststellen.

Kein Vergehen wurde allerdings als so gravierend eingestuft, dass Sanktionen zu fällen wären, hieß es in dem Bericht. Garcia jedoch zeigte sich mit dem Urteil nicht einverstanden und offenbarte mit seiner öffentlichen Reaktion einen drohenden Bruch in der FIFA-Ethikkommission, deren Untersuchungskammer er führt.

Kommentare zu " WM in Russland und Katar: Sonderermittler widerspricht Fifa-„Ethikkommission“"

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  • WM in Russland und KatarSonderermittler widerspricht Fifa-„Ethikkommission“!

    Warum wird dieser Lügner, Betrüger Fifa-Präsident Blatter nicht endlich seines Postens enthoben?
    Warum tritt der DFB nicht aus dieser FIFA aus???
    Alles was diese Leute hinter verschlossenen Türen verabreden, hat mit Fußball nichts mehr zu tun.
    Also Abschaffung der FIFA und seines Präsidenten.

  • Klarstellung der FIFA:

    Das war alles GANZ NORMALE Korruption. Nichts ungewöhnliches

  • „„Sonderermittler widerspricht Fifa-„Ethikkommission““

    Welche Rolle hat denn diese „Ethikkommission“ gespielt, als die Austragung der Weltmeisterschaft für 2022 nach Katar gegeben wurde? Wie werden die dort wohl reagieren, wenn die europäischen Gutmenschen vor jedem Spiel gegen Rassismus aufrufen, dem in islamischen Ländern ja bekanntlich eine besondere „Aufmerksamkeit“ gewidmet wird.

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