„WM ist jetzt abgehakt“
Löw will zu neuen Ufern

Schuhstreit, Abwehrsorgen, Absagen - doch Joachim Löw trotzt vor dem Start in die EM-Qualifikation allen Widrigkeiten. „Es geht los zu neuen Ufern“, erklärte der Bundestrainer nach der Zusammenkunft der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Stuttgart kämpferisch.

dpa STUTTGART. Der Nachfolger von Jürgen Klinsmann will sich vor seinen ersten Punktspielen gegen Irland und vier Tage später in San Marino ganz auf die neue sportliche Herausforderung konzentrieren. „Ich freue mich sehr, die EM ist etwas ganz anderes als das Freundschaftsspiel gegen Schweden und auch die WM“, betonte Löw, der am Abend 19 Spieler im Teamhotel begrüßte und anschließend sofort zum ersten Training bat.

Der Wolfsburger Mike Hanke (Mandelentzündung) verlängerte die ohnehin schon lange Ausfall-Liste, doch Löw verzichtete auf eine nochmalige Nachnominierung, da die Sorgen nicht im Angriff, sondern in der Defensive liegen. „Es ist schon geballt, dass vier Leute in der Abwehr ausfallen“, sagte Löw, schloss aber sofort an: „Es gibt einen kleinen Alarm, aber ohne großes Sirenengeheul.“ Der in der Innenverteidigung gesetzte Berliner Arne Friedrich verzichtete nach einem Magen-Darm-Infekt vorsichtshalber auf die Teilnahme am ersten Training. Für die Länderspiele gab der Hertha-Profi aber nach seiner Ankunft im Mannschaftshotel persönlich Entwarnung: „Einsatzfähig bin ich, aber fit bin ich nach der Erkrankung noch nicht.“

Zwar kann der Bundestrainer beim schwierigen Start in die EM- Gruppe D in Stuttgart, wo sich das DFB-Team vor knapp zwei Monaten mit einem umjubelten 3:1 gegen Portugal WM-Platz drei gesichert hatte, auch noch ein letztes Mal auf die WM-Euphorie vertrauen. Doch Löw hob vor der neuen Partie im Daimler-Stadion gegen die Iren hervor: „Die Weltmeisterschaft ist abgehakt. Irland ist der Auftakt zum Projekt 2008.“ 16 der erfolgreichen WM-Spieler sind noch mit dabei.

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