WM-Kunde als Schulfach: Beckham und Zidane statt Goethe und Shakespeare

WM-Kunde als Schulfach
Beckham und Zidane statt Goethe und Shakespeare

Für viele Schüler könnte es das neue Lieblingfach sein: internationales Fußball-Wissen. Damit soll die Vorfreude auf die WM gestärkt werden.

HB MAINZ. Mit dem bundesweit ersten Unterrichtsleitfaden zur Fußball-WM will die rheinland-pfälzische Landesregierung Schülerinnen und Schüler auf das Mega-Ereignis im Sommer vorbereiten. Das 140 Seiten starke und in drei Sprachen verfasste Heft soll den Jugendlichen die Chance geben, sich mit Fußballfans aus aller Welt besser zu verstehen.

"Viele Tausend Briten werden über den Flughafen Hahn zu uns kommen, Belgier sind in weniger als zwei Stunden in Kaiserslautern und auch für zahlreiche Franzosen ist Rheinland-Pfalz nur einen Katzensprung entfernt", sagt Franz-Josef Kemper, WM-Beauftragter der Mainzer Landesregierung. Mit mehreren Hunderttausend ausländischen Gästen sei in Rheinland-Pfalz durchaus zu rechnen. Was lag also näher, als den Schulen möglichst viel internationales Fußball-Wissen an die Hand zu geben. Junge Rheinland-Pfälzer sollen die Chance erhalten, mit ausländischen Gästen in Englisch oder Französisch über Fußball zu fachsimpeln.



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Dass ein Elfmeter im Englischen penalty heißt, der Schiedsrichter referee und das Tor goal ist Allgemeingut. Doch wer weiß schon, dass der berühmte Fußballfilm "Kick it like Beckham" im Original "Bend it like Beckham" heißt, möglicherweise wegen der berühmten Bananenflanken des englischen Top-Fußballers? Und noch weniger verbreitet dürften in Deutschland französische Fußball-Begriffe wie l'arbitre (Schiedsrichter), le hors jeu (Abseits) oder le buteur (Torjäger) sein.

"Das Heft soll viele Anregungen geben, wie man sich mit der WM im Unterricht befassen kann", erklärt der Staatssekretär im Mainzer Bildungsministerium, Joachim Hofmann-Göttig (SPD): "Wir wollen ein Stück weit die Vorfreude auf die WM stärken." Der für Schüler der Mittelstufe konzipierte Unterrichtsleitfaden schildert Fußball dabei nicht als reine Festveranstaltung. "Das Heft soll Kinder nicht nur zum Jubeln, sondern auch zum Nachdenken bringen", betont Kemper.

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