WM-Macher: Marco Boor, Projektleiter bei Bitburger
„Fußball hat was mit Feiern zu tun“

Keinen Monat mehr, dann startet bei der Bitburger Brauerei bereits die Fußball-Weltmeisterschaft. Aktionen rund um Bier und rundes Leder für Handel und Gastronomie sind bis ins letzte Detail durchgeplant, Werbespots bereits abgedreht.

HB BITBURG. Marco Boor ist der Mann, der das WM-Projekt der Eifeler Brauer leitet und bei dem alles zusammenfließt, was mit Bier und Fußball zu tun hat. "Die meiste Arbeit haben wir jetzt hinter uns. Am 20. Februar geht es endlich los für uns", sagt der 36-Jährige gebürtige Bitburger.

Dann werden verschiedene Werbespots mit Oliver Bierhoff ausgestrahlt, ein Film mit der Nationalmannschaft folgt in der "heißen Phase" ab April. Zudem hat sich Bitburger als Deutschlands größte Fassbiermarke mit rund 30 000 Gastronomiebetrieben einiges für die Gastwirte einfallen lassen, die mit der Brauerei kooperieren. "Fußball hat etwas mit Feiern zu tun, und wir wollen, dass die Fans und die Gäste kräftig mit uns feiern", sagt Boor. Denn nach einer Untersuchung der Fachhochschule Heilbronn sind die wichtigsten Bedürfnisse der Fußball-Touristen klar: Für 93 Prozent stehen Essen, Trinken und Feiern ganz oben auf der Wunschliste.

Klar, dass Boor und sein Team zur Partystimmung beitragen wollen. Schließlich erhofft sich die Brauerei rund um die WM eine kräftige Umsatzsteigerung. Mit besonderen Aktionen soll das Bier den Fans noch schmackhafter gemacht werden: Etwa mit dem limitierten "Bitburger WM- Pokal", einer Glas-Sonderanfertigung mit der "La-Ola-Welle" und einem geschliffenen Fußball im Stiel, den es nur bei Aktionen in Handel und Gastronomie geben wird. "Wir gehen davon aus, dass der Pokal ein begehrtes Sammlerobjekt wird", sagt Boor, der schon seit gut zwei Jahren mit seinen Vorbereitungen im WM-Fieber ist.

Gute Laune verbreiten soll auch das "Fußball-Bingo", bei dem der Gast zum Beispiel ein Bitburger umsonst bekommt, wenn sein Glas die gleiche Rückennummer trägt wie etwa der Torschütze. Zunächst schien es, dass nur der amerikanische Braukonzern Anheuser Busch ("Bud") das Geschäft rund um die WM im Bierland Deutschland machen könnte. Das Unternehmen hatte die weltweiten Werberechte als ein Sponsor von insgesamt 15 global aufgestellten Unternehmen für etwa 40 Millionen Dollar (33 Millionen Euro) vom Fußball-Weltverband Fifa eingekauft. Bitburger erwarb von Anheuser nationale Unterrechte und wird nun als einziger nationaler Brauer deutsches Bier in den zwölf WM-Stadien verkaufen. Anheuser-Busch hat Bitburger 30 Prozent der Rechte abgetreten, darf dafür aber auch in Deutschland während der WM mit "Bud" werben. Das nämlich hatte "Bit" wegen Verwechslungsgefahr "Bud" bisher verboten.

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