WM-Macher: Michael Käfer, WM-Feinkost-Gastronom
Der Gaumen-Verwöhner der WM-VIPs

Michael Käfer macht sich nichts vor. Der Münchner Feinkost-Gastronom wird von den Spielen bei der Fußball-WM 2006 nicht viel mitbekommen. Denn der 47-Jährige mischt in den WM-Stadien beim Catering für Promi-Gäste sowie gut betuchte Fußballfans kräftig mit und wird damit alle Hände voll zu tun haben. Im Rahmen des so genannten Hospitality-Programms habe er rund 190 000 von 350 000 zahlungskräftigen WM-Besuchern lukullisch zu verwöhnen, sagt Käfer. "Das ist der größte Auftrag, den wir in unserer Firmengeschichte hatten, und er ist die größte Herausforderung."

HB MÜNCHEN. "An Spitzentagen werden wir 2000 Mitarbeiter im Einsatz haben", betont Käfer. Einen erheblichen Teil des Fachpersonals müsse er sich dafür allerdings im Ausland ausleihen, unter anderem in Tschechien. Bei der Planung stecke der Teufel im Detail. "Wie bringe ich zum Beispiel Erdbeeren so ins Stadion, dass sie frisch bleiben", erläutert der 47-Jährige. "Denn es wird nur ein Spediteur reingelassen, und der darf zehn Stunden vor dem Spiel das letzte Mal rein." Aus Sicherheitsgründen müssen alle Mitarbeiter akkreditiert sein. "Wegen des umfangreichen Sicherheits-Checks müssen unsere Leute zwei Stunden vorher da sein."

Am Catering wirken neben Käfer noch eine französische und drei deutsche Firmen mit. Er selbst sei im Hospitality-Programm am Catering in allen Stadien beteiligt und außerdem für das Zelt neben dem Münchner Stadion zuständig, sagt Käfer. Die entsprechenden Verträge wurden mit der Schweizer Firma International Sports & Entertainment (iSe) AG geschlossen, die vom Weltverband Fifa die Exklusivrechte für Marketing und Organisation des Hospitality- Bereichs für rund 175 Mill. ? erworben hat. Im Gegenzug kann die Firma iSe 350 000 teure Hospitality-Tickets in Paketen an Firmen oder finanzkräftige Einzelpersonen verkaufen.

Bei diesen Paketen mit unterschiedlichen Kategorien sind Gastronomie und auch Parkplätze im Preis inbegriffen - schließlich sollen die Promi-Gäste anders als die normalen Fans nicht zu weit zu Fuß laufen müssen. Entsprechend hoch sind die Preise: Ein Paket der dritten Kategorie - insgesamt werden vier Klassen von den Sky Boxen bis zu Premiere-Paketen angeboten - kostet zum Beispiel für die sechs Spiele in Berlin einschließlich des Finales 100 000 ?. Ein Drei- Spiele-Paket für Leipzig gibt es aber schon ab 1900 ?.

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