WM-Macher: Thomas Schneider, Chef der Koordinierungsstelle für Fanprojekte
Die WM als Fan-Messe

Wer letztendlich Weltmeister wird, ist der Koordinierungsstelle für Fanprojekte relativ egal. Für Thomas Schneider und seine Mitarbeiter ist es deutlich wichtiger, dass die WM friedlich verläuft. Doch eine Garantie für Gewaltfreiheit während des Fußball-Spektakels kann auch die KOS nicht geben.

HB FRANKFURT/MAIN. "Dónde está el estadio?" - Wo ist das Stadion. Orientierungslosen Fußball-Fans aus aller Welt will Thomas Schneider mit seiner Koordinierungsstelle für Fanprojekte (KOS) helfen. Per Fan-Guide, mit so genannten Fan-Botschaften, im Internet und mit einer 24-Stunden-Hotline. "Die Fans sollen die Weltmeisterschaft als Fan-Messe erleben", sagt KOS-Leiter und Mitbegründer Schneider. Mit vier weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern sehnt er sich den Titelkämpfen vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 entgegen: "Es wird Zeit, dass der Ball rollt."

Bis dahin warten aber noch jede Menge Aufgaben auf den Diplom- Pädagogen, der seit 1983 in der Fan-Betreuung aktiv ist. Anfang des kommenden Jahres soll die viersprachige (deutsch, englisch, französisch und spanisch) Website gestartet werden, noch wird sie vom Fußball-Weltverband FIFA gecheckt. Überhaupt geschieht alles, was die KOS zum Gelingen einer hoffentlich friedfertigen und stimmungsvollen WM beiträgt, in enger Absprache mit den Verantwortlichen des Spektakels.

"Es ist das erste Mal, dass ein Konzept vom WM-OK offiziell unterstützt und finanziert wird. Das macht uns auch ein bisschen stolz", erklärt Gerd Wagner. Der studierte Sport- und Sozialkunde- Lehrer und ehemalige Mitbesitzer einer PR-Agentur in Frankfurt stieß vor einem Jahr zum KOS-Team, als wegen der WM zwei neue Stellen ausgeschrieben worden waren.

Beim Blick über ihren Computer schauen die KOS-Mitarbeiter auf das Frankfurter WM-Stadion. Dorthin, wo am 10. Juni England seinen WM- Auftakt gegen Paraguay feiert. Angst vor den bisweilen gefürchteten britischen Fans wollen Schneider & Co. nicht auch noch verbreiten. Dabei bauen sie auch auf das englische KOS-Pendant Football Supporters Federation, die sich mit einer 15- bis 20-köpfigen Delegation angesagt haben.

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