„WM muss jetzt raus aus Gerichtssälen“
OK verwundert über Urteil

Das Organisationskomitee der Fußball- Weltmeisterschaft hat mit Verwunderung und auch Enttäuschung auf das Urteil im Frankfurter Ticket-Prozess reagiert.

dpa FRANKFURT/MAIN. "Wir wundern uns, dass der Geschäftemacherei eines Einzelnen Rechnung getragen wurde", sagte OK-Sprecher Jens Grittner am Donnerstag. "Unser Fairplay-Gedanke ist ein anderer."

Zuvor hatte das Amtsgericht Frankfurt in seinem Urteil bestimmt, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sein OK zwei Karten eines Fans aus Essen umschreiben muss. Er hatte die eigentlich zusammen 110 Euro teuren Tickets für 880 Euro im Internat-Auktionshaus "ebay" ersteigert. Das OK überlege zwar, weitere Rechtsmittel einzulegen, aber "50 Tage vor dem Anpfiff müssen wir die WM aus den Gerichtssälen herausverlagern", so Grittner.

Er betonte zudem, dass durch das Urteil das Ticketverfahren nicht wackle und bestehen bleibe. Er verwies allerdings auf England und Wales, wo die Gesetzeslücke des Weiterverkaufs von WM-Tickets vor anderthalb Woche geschlossen worden war. Dort wurde der Handel mit sämtlichen gekauften Tickets für die Titelkämpfe kurzerhand verboten. Bisher war es nur verboten, Billets für die Spiele der englischen Nationalmannschaft weiter zu verkaufen.

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