WM-OK will sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen
Lob für die Generalprobe

Nach dem gelungenen Confederations-Cup hätte das WM-OK eigentlich allen Grund, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Doch dafür bleibt dem Team um Franz Beckenbauer keine Zeit, schließlich steht bald schon die WM vor der Tür.

HB FRANKFURT/MAIN. 15 Tage lang stand Fußball-Deutschland beim Confederations Cup auf dem Prüfstand, am Ende gab es für die WM- Generalprobe Lob von allen Seiten. "Als FIFA-Präsident darf ich stolz sein auf diese Organisation", sagte Weltverbands-Chef Joseph Blatter. Doch der OK-Vorsitzende Franz Beckenbauer warnte davor, sich auf den frischen Lorbeeren auszuruhen. "Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln und verdreifachen", sagte er. Bereits am Donnerstag trafen sich in Frankfurt die Vertreter der FIFA und des deutschen Organisationskomitees zur ersten Analyse. Wo war man schon WM-reif, wo hinkt man hinterher?

GASTGEBER: "Die Welt zu Gast bei Freunden" - das für die WM ausgegebene Motto wurde bereits gelebt. Deutschland präsentierte sich nicht nur als kompetenter, sondern auch als heiterer und freundlicher Gastgeber. Dies war vor allem ein Verdienst der 2075 Volunteers, die hoch motiviert und meist gut gelaunt 25 000 Arbeitsstunden verrichteten. "Die deutsche Gastfreundschaft war großartig", bilanzierte Blatter. Dabei war der Schweizer der Einzige, der sich sowohl bei der Eröffnungsfeier als auch beim Finale gellende Pfiffe der Fans gefallen lassen musste.

STADIEN: Für insgesamt knapp 540 Millionen Euro neu- oder umgebaut, präsentierten sich die Stadien in Frankfurt, Köln, Leipzig, Hannover und Nürnberg in neuem Glanz. Positiv in den mittelgroßen WM- Arenen mit Fassungsvermögen zwischen 42 000 und 48 000 Plätzen ist die Akustik: Selbst bei halbgefüllten Rängen herrscht schon gute Stimmung. Die einzige größere Panne gab's beim Finale in Frankfurt: Das erstmals aufgezogene Dach hielt den Regenmassen nicht stand, der Dusche für die Fans dürfte die Kopfwäsche für die Verantwortlichen folgen.

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SICHERHEIT:

Ein ernster Gradmesser für das WM-Sicherheitskonzept konnte der Confed-Cup nicht sein, da es auf Grund der teilnehmenden Mannschaften kein Aufeinandertreffen rivalisierender Fans gab. Auf das Flitzertum - vier Mal stürmten Zuschauer den Platz - war man offensichtlich nicht vorbereitet. "Eine kleine Blamage", räumte Beckenbauer ein. Positiv: Keine einzige Leuchtrakete wurde im Stadion gezündet. Die Sicherheitskräfte in Nürnberg und Hannover benötigen allerdings eine Nachschulung in Sachen Umgangsformen und Freundlichkeit.

ORGANISATION: Insgesamt weitgehend reibungslos, auf Schwachstellen wurde schnell reagiert. Nachdem im Frankfurter Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Australien die Fans vor den Verpflegungs- Ständen lange Schlange stehen mussten und obendrein das Bier ausging, wurden zusätzliche Einrichtungen aufgebaut. Fliegende Händler sorgten für die Getränkeversorgung. Nach Rückgabestellen für die pfandpflichtigen Becher musste man allerdings lange suchen.

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