WM-Qualifikation
Englisches Nationalteam spielt nur im Internet

Die Agentur Kentaro hat sich nicht mit den großen britischen TV-Sendern einigen können - das Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft zwischen der Ukraine und England wird nicht im britischen Fernsehen zu sehen sein, sondern im Internet - ein Novum in der englischen Fußball-Historie.

scf KÖLN. Das Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zwischen der Ukraine und England wird am nächsten Samstag nicht im britischen Fernsehen zu sehen sein. Stattdessen haben die Fans ausschließlich die Möglichkeit, das Aufeinandertreffen im Internet oder in einem Kino zu verfolgen - ein Novum in der englischen Fußballgeschichte.

Die schweizerische Sportrechteagentur Kentaro hatte das WM-Qualifikationsspiel ursprünglich an den irischen Bezahlsender Setanta verkauft. Doch der ging im Sommer in Konkurs. So fielen die Rechte wieder an Kentaro. Die Agentur konnte sich jedoch anschließend mit keinem der großen britischen TV-Sender auf die Bedingungen für eine Übertragung einigen - den Anstalten waren die Rechte zu teuer. So entschied sich Kentaro für das Internet.

"Wir wollten eine möglichst breite Masse erreichen", sagt Geschäftsführer Philipp Grothe. "Dieser Weg ist bestimmt keine Notlösung", ergänzt Unternehmenssprecher Johannes Berendt.

Für die technische Umsetzung ist die Online-Streaming-Agentur Perform zuständig. Sie erreicht über ihre Kanäle rund 23 Millionen Internet-Nutzer im Monat. Die Begegnung wird auch über die Online-Plattformen bedeutender Tageszeitungen zu sehen sein, die ebenfalls insgesamt 23 Millionen Nutzer erreichen. Kentaro kooperiert zusätzlich mit einer Kino-Kette: Die Odeon Group wird das Spiel in ihren Filmpalästen zeigen.

Wer sich rechtzeitig registriert, zahlt nun umgerechnet rund 5,50 Euro für die Fußball-Übertragung im Internet. Kurzentschlossene müssen draufzahlen - von ihnen verlangen die Anbieter am Spieltag selbst 13 Euro.

Ob die Übertragung tatsächlich die Fans in Massen begeistern wird, dürfte jedoch eher fraglich sein. Denn für England hat das Spiel nur noch statistischen Wert. Die vom italienischen Trainer Fabio Capello geführte Nationalmannschaft ist nach acht Siegen in acht Spielen bereits für die Endrunde in Südafrika qualifiziert.

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