WM-Quartier: Schiedsrichter
Dem Küchenchef wird eine Meisterleistung abverlangt

Die WM-Schiedsrichter sind im Kempinski-Hotel Gravenbruch untergebracht. Lange bevor die anderen Quartiere in den Wettbewerb eintraten, um Gastgeber für eine der 32 teilnehmende Mannschaften zu werden, hatte das Fünf-Sterne-Haus bereits den Zuschlag für die Unparteiischen.

HB NEU-ISENBURG. "Mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) verbindet uns seit rund 20 Jahren eine harmonische Partnerschaft. Deswegen hat der DFB schon im Jahr 2004 gesagt: "Die Schiedsrichter kommen bei der WM nach Gravenbruch'", sagt Hoteldirektor Jens Marten Schwass der Nachrichtenagentur AP.

Das Haus im Stil einer Landhausvilla liegt direkt am hoteleigenen See. Es verfügt über 261 Zimmer und 22 Suiten in verschiedenen Kategorien. Bis zum Amtsantritt von Jürgen Klinsmann war das Hotel auch Treffpunkt der Nationalelf vor den Länderspielen, doch der Bundestrainer brach auch mit dieser Tradition und bevorzugte ein Quartier in der Frankfurter Innenstadt. Trotzdem sieht Schwass sein Haus weiter als ausgesprochenes Sporthotel: "Viele Fußballmannschaften - zum Beispiel Bayern München - kommen regelmäßig zu uns, wenn sie in der Gegend ein Spiel haben."

Während der WM legt der Hoteldirektor Wert auf den multi-kulturellen Aspekt. "Schließlich haben wir Schiedsrichter aus 23 verschiedenen Nationen und jede Kultur will anders behandelt werden." Marketing-Chefin Karina Ansos ergänzt: "Besonders bei der Küche wird von uns eine Meisterleistung verlangt. Die Schiedsrichter sind ab Ende Mai hier, die meisten fast 50 Tage, da muss man schon variieren."

Zudem bietet das Hotel ein umfangreiches Rahmenprogramm: "Natürlich wollen die Schiedsrichter auch Spaß haben. Die haben ja zwischen den Spielen oft ein bis drei Tage frei", sagt Schwass. Der Weltfußballverband Fifa hat dem Hotel die Hobbys der Unparteiischen mitgeteilt, Ausflüge in die Umgebung sind geplant, sogar 85 Trekking-Räder wurden extra für die WM bestellt.

Erste Erfahrungen hat man in Gravenbruch bereits mit Schiedsrichter-Delegationen. Bei zwei Fifa-Lehrgängen waren die Referees im Hotel untergebracht, ebenso während des Confederations Cups im vergangenen Jahr.

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