WM-Quartier: Ukraine
Die Ukrainer bleiben im Osten alleine

32 Mannschaften sind diesen Sommer bei der WM in Deutschland zu Gast. Doch nur ein Team bezieht ihr Quartier im Osten der Republik. Für Potsdam ist das Ehre und Ansporn zugleich.

HB POTSDAM. Im Potsdamer Seminaris Seehotel hat man fleißig Ukrainisch gepaukt. Auch Direktor Harald Pierl will die wichtigsten Wendungen beherrschen, obwohl er bereits Russisch spricht. Diese Sprachkenntnisse waren sicher ein Grund, weshalb die Nationalmannschaft der Ukraine sein Haus als Quartier für die Fußball-WM auswählte.

Den Ausschlag für Potsdam habe vor allem die günstige Lage zwischen den Spielorten der Ukrainer gegeben, vermutet Pirl. Das Team um Star Andrej Schewtschenko muss während der Gruppenspiele in Leipzig, Hamburg und Berlin antreten. Dort müssen sich die Blau-Gelben von Trainer Oleg Blochin mit Spanien, Saudi-Arabien und Tunesien messen.

Bevor die Sportler in Potsdam einchecken, hatten die 100 Mitarbeiter des Hauses noch eine Menge Arbeit. "Wir haben ein Renovierungsprogramm gestartet, Teppiche werden neu verlegt und Wände gestrichen", berichtete Hoteldirektor Pirl. Die Mannschaft werde etwa 70 der 225 Zimmer des Hauses in einem Extra-Trakt des Hauses belegen.

Damit sich Spieler, Trainer und Betreuer heimisch fühlen, werden die Mitarbeiter in Sachen Ukraine unterwiesen. Landestypische Umgangsformen und Gebräuche sollen dem Personal ebenso bekannt sein wie die wichtigsten Floskeln für den Umgang mit den prominenten Gästen.

Chefkoch Manuel Eich hat sich mit der Küche des osteuropäischen Landes vertraut gemacht. Neben der für Sportler wichtigen Nahrung mit vielen Kohlenhydraten will er auch deftige Soljanka oder Borschtsch anbieten - die landestypische Suppe aus Weißkohl und Roter Beete. Natürlich werde auch die Speisekarte auf ukrainisch gedruckt, sagt Hoteldirektor Pirl.

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