WM-Quartier
Ukraine schlägt Zelte in Potsdam auf

Schöner hätte die Weihnachts-Überraschung für Potsdam nicht ausfallen können: Die brandenburgische Landeshauptstadt wird mit der Ukraine als vermutlich nur einer von zwei Standorten in den neuen Bundesländern ein Team zur Fußball-Weltmeisterschaft beherbergen.

HB POTSDAM. Am Heiligabend hatte Team-Manger Oleg Taradej gemeinsam mit Co-Trainer Andrej Bal das Seminaris Seehotel am Templiner See begutachtet. Danach sei die Entscheidung zu Gunsten Potsdams gefallen, sagte Taradej. Kurz vor Beginn des WM-Jahres sind damit nur noch drei der 32 für die Titelkämpfe qualifizierten Teams ohne Quartier: Australien, Serbien-Montenegro und Tschechien werden ihre Suche demnächst abschließen.

Zuvor hatte es für den Osten fast nur Absagen gehagelt. Trotz der öffentlichen Werbungen der Bundesregierung waren nur bei wenigen der insgesamt 17 Standorte in den neuen Bundesländern überhaupt Interessenten aufgetaucht. Sachsen (Radebeul, Grimma, Leipzig, Schöneck), Thüringen (Bad Blankenburg, Gotha, Alburg, Schlotheim) und Sachsen-Anhalt (Dessau, Magdeburg, Halle) werden vermutlich leer ausgehen. Einzige Ausnahme: Im Robinson Club Fleesensee in Mecklenburg wird die Elfenbeinküste absteigen.

Doch Grund für Niedergeschlagenheit gibt es nicht. Im 759-Seelen- Ort Reichenwalde etwa, hofft man darauf, dass vielleicht einige Teams noch am Abend vor den Spielen in Berlin auf dem gepflegten Rasen der Eintracht trainieren. "Es gibt keinen Grund zur Traurigkeit. Unser Örtchen ist durch die Bewerbung erst bekannt geworden, der Verein hat jetzt einen prima Rasen, das Vereinsheim ist nagelneu. Die WM hat viel Schwung gebracht", meint Vereinschef Michael Lampelt und spricht damit für viele der knapp 80 Bewerber, die am Ende leer ausgehen werden.

Über die meisten WM-Gäste dürfen sich bisher Bayern (7), Nordrhein-Westfalen (6), Baden-Würtemberg (5) und Niedersachsen (4) freuen, während neben den vier Ost-Bundesländern auch Schleswig- Holstein und das Saarland noch ohne belegtes WM-Quartier sind. In Bayern werden neben dem WM- Favoriten Argentinien (Herzogenaurach) und dem deutschen Gegner Ecuador (Bad Kissingen) auch die Teams von Ghana, Kroatien, Paraguay und Tunesien logieren. Nordrhein-Westfalen freut sich auf die Top-Teams aus Brasilien (Bergisch Gladbach), Italien (Duisburg), Portugal (Marienfeld) und Spanien (Kaiserau) ebenso wie auf die beiden Ausrichter der WM 2002, Südkorea (Bensberg) und Japan (Bonn).



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Fünf Teams stiegen bislang in Baden-Württemberg (England, Iran, Niederlande, Togo, Costa Rica) ab. Brasilien logiert (in den ersten zwei Wochen in Königstein/Taunus) und Saudi-Arabien (Bad Nauheim) in Hessen. Für Berlin (Deutschland), Hamburg (USA), Bremen (Schweden) und Rheinland-Pfalz (Schweiz) entschied sich jeweils ein WM-Team.

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