WM-Quartiere: USA
Ein Steinwurf von der Reeperbahn

Viele WM-Teilnehmer wollen dem Trubel in Deutschland aus dem Weg gehen und haben deshalb bei der Auwahl ihres Quartiers Wert auf Ruhe und Beschaulichkeit gelegt. Die amerikanische Nationalmannschaft ist in dieser Beziehung etwas anders.

HB HAMBURG. Belebte Einkaufsmeilen, rauschende Fan-Feste und mittendrin die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft. Zur Fußball-WM lassen sich die US-Boys bewusst in der Hamburger Innenstadt zwischen Reeperbahn und Alster. Die Amerikaner steigen laut US-Trainer Bruce Arena im Luxushotel Park Hyatt an der Einkaufsmeile Mönckebergstraße ab. Dort sollen auch die Familien der Spieler untergebracht sein.

Rund einen Monat vor Anpfiff des Großereignisses liegt dem Hotel nach eigenen Angaben jedoch noch keine konkrete Reservierung vor. "Auch wenn wir selbst vom Team als deren Quartier bezeichnet werden, haben wir noch keine FIFA-Bestätigung", sagte eine Sprecherin. Vermutlich sei dies eine Vorsichtsmaßnahme des Weltfußballverbands.

Hamburg, so hatte Arena im März erklärt, sei eine "großartige Stadt" mit herausragenden Trainingsmöglichkeiten für seine Fußballer. Die US-Kicker werden sich aller Voraussicht nach auf einem HSV-Trainingsgelände im Norden der Stadt auf ihre Spiele vorbereiten.

Als Gastgeber der US-Mannschaft will sich die Hansestadt "weltoffen, maritim und gastfreundlich" zeigen, wie der Sprecher der Hamburg Marketing GmbH, Karl-Heinz Blumenberg, sagte: "Die ganze Stadt wird zu einer Bühne."

Für die Polizei bedeutet die Einquartierung der US-Kicker in der Hansestadt erhöhte Sicherheitsstufe. Während der WM soll ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr rund um die Uhr für Ruhe und Ordnung sorgen, wie Innensenator Udo Nagel betonte. Ebenso sei der Katastrophenschutz vorbereitet. Die Stadt werde flächendeckend durch ein engmaschiges Sicherheitskonzept kontrolliert. Randalierer und Hooligans sollen gegebenenfalls in einem speziellen Kurzzeit-Gefängnis in Gewahrsam genommen werden.

Um die die während der WM "FIFA WM-Stadion Hamburg" heißt und 46 500 Zuschauer fasst, sollen Einsatzkräfte in ständiger Alarmbereitschaft sein. Auf WM-Feiern, wie auf dem Heiligengeistfeld im Amüsierviertel St. Pauli, wo täglich 50 000 Menschen die WM-Spiele kostenlos verfolgen können, will die Polizei ebenfalls verstärkt kontrollieren.

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