WM-Rekordspieler, Platz 10: Carlos Dunga
Ein untypischer Brasilianer

Mit Carlos Caetano Bledorn Verri - oder Dunga - verbinden die Brasilianer ihren erfolgreichen Fußball der 90er Jahre. Ausgestattet mit einem harten Schuss und unermüdlicher Kampfkraft stand der am 31. Oktober 1963 geborene Mittelfeldspieler für den ergebnisorientierten Fußball der bis dato mit Kabinettstückchen glänzenden Südamerikaner.

HB DÜSSELDORF. Seine nüchterne Spielweise fand aber nicht nur Anhänger. Und so musste Dunga nach dem WM-Aus 1990 im Achtelfinale gegen Argentinien zunächst eine Zwangspause in der Selecao einlegen. Doch Carlos Alberto Parreira holte den stämmigen Mittelfeldmotor im Vorfeld der WM 1994 wieder ins Team zurück.

Bei den Titelkämpfen in den USA hatte Dunga neben seiner Kapitänsrolle noch eine Sonderaufgabe. Als Zimmerpartner von Romario sollte er den extravaganten Superstar im Auge behalten. Es gelang ihm: Romario war mit fünf Toren Brasiliens Wegbereiter zum vierten Titelgewinn und Dunga ging in die Fußballgeschichte als Kapitän der siegreichen Elf ein, die nach 24 Jahren wieder den Pokal ins südamerikanische Land holte.

An der Seite seines langjährigen Weggefährten Taffarel zog Dunga bei der WM 1998 erneut ins Finale ein. Nach fast 100 Länderspielen und sieben Toren war dann mit dem 0:3 im Endspiel gegen Gastgeber Frankreich Schluss in der Selecao.

Dungas Talent wurde im südlichsten Staat Brasiliens entdeckt und gefördert. Der eher kleinwüchsige Spieler wurde auf der Position im defensiven Mittelfeld groß, nutzte dabei aber von Anfang seine Schussstärke für zahlreiche Tore. Zusammen mit Bebeto führte er die brasilianische Junioren-Auswahl "Unter 20 Jahren" 1983 zum ersten WM-Titel. Schon ein Jahr darauf folgte olympisches Silber in Los Angeles. 1987 führte ihn der Weg zunächst nach Italien (Pisa, Florenz, Pescara), ehe er 1993 in die Bundesliga beim VfB Stuttgart ein kurzes Gastspiel gab, um dann im fernen Japan das große Geld zu verdienen. Mit Jubilo Iwata holte Dunga 1997 seinen ersten und einzigen nationalen Meistertitel in seiner Karriere.

Nächste Woche: Antonio Cabrini - der vorbildliche Verteidiger

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