WM-Rekordspieler, Platz 10: Sepp Maier
Immer für eine Spaß zu haben

Große Torhüter hat es immer gegeben in Deutschland, aber keiner kann auch nur annähernd auf so viele Erfolge zurückblicken wie Joseph-Dieter "Sepp" Maier. Und im Gegensatz zu vielen seiner verbissen wirkenden Kollegen, war Maier immer mit Spaß an der Sache dabei.

HB DÜSSELDORF. Geboren am 28. Februar 1944 im oberbayerischen Metten, bestritt der Keeper bei den WM-Turnieren der Jahre 1970, 1974 und 1978 insgesamt 18 Spiele für die deutsche Nationalelf. Mit dem Triumph bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land verbuchte die "Katze von Anzing" den größten Erfolg seiner Profi-Laufbahn. Zwei Jahre zuvor war Maier bereits Schlussmann der deutschen "Jahrhundert-Elf" beim EM-Sieg in Lüttich.

Auch auf Vereinsebene zieren beispiellose Erfolge die Vita des Oberbayern. Von 1958 bis 1979 stand er im Tor des FC Bayern München, der bis heute neben Jugendverein TSV Haar (1952-1958) seine einzige Vereinsstation ist. Somit war der "Maier Sepp" in den "goldenen Siebzigern" der Regent zwischen den Bayern-Pfosten, als der Münchner Club neben vier deutschen Meisterschaften (1969, 1972-1974) drei Mal in Folge (1974-1976) den Europapokal der Landesmeister erringen konnte. Als Krönung gelang 1976 zudem der Gewinn des Weltpokals, zugleich Maiers letzter großer Titel als Aktiver.

Ein jähes Ende fand die Profi-Karriere des Torstehers 1979, als er nach einem Auto-Unfall gezwungen wurde, im Alter von 35 Jahren die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Dennoch stehen am Ende seiner Laufbahn beeindruckende Zahlen. Mit 422 Einsätzen absolvierte der "Moare" die meisten Bundesliga-Spiele ohne Unterbrechung. Neben seinen über 600 Pflichtspielen für Bayern München stand Maier auch 95 mal im Kasten der Nationalmannschaft.

Seit 1986 verfolgt die Fußball-Legende eine Tätigkeit im Trainerstab der Bayern, wo er seit 1994 als fester Torwart-Trainer engagiert ist und maßgeblichen Anteil an den zahlreichen Erfolgen des Vereins hat. Beim DFB gab Maier sein Wissen seit 1987 an seine "Erben" im Tor der Nationalelf weiter, ehe er im Oktober 2004 als Bundes-Torwart-Trainer ausschied.

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