WM-Rekordspieler, Platz 24: Andoni Zubizarreta: Spaniens Tor-„Methusalem“

WM-Rekordspieler, Platz 24: Andoni Zubizarreta
Spaniens Tor-„Methusalem“

Andoni Zubizarreta Urreta hatte ein schweres Erbe anzutreten, als er im Tor der spanischen Nationalmannschaft in die Fußstapfen des legendären Luis Arconada trat. Arconada, wie Zubizarreta ein Baske, war acht Jahre lang die Nummer eins der "Selección" gewesen, doch "Zubi" überflügelte ihn noch.

HB DÜSSELDORF. Sein erstes Länderspiel am 23. Januar 1985 markierte den Auftakt zu einer stolzen Serie von 126 internationalen Einsätzen für die Iberer, die erst am 24. Juni 1998 mit dem WM-Vorrundenspiel gegen Bulgarien ihr Ende fand. Rekordnationalspieler, vierfacher WM-Teilnehmer (1986, 1990, 1994, 1998), zweimal bei einer EM dabei (1988 und 1996) - seiner großen Karriere im Nationalteam blieb nur die Krönung in Form eines Titelgewinns versagt. Ganz im Gegenteil wurde sein Abschied aus Spaniens Gehäuse überschattet von einem schweren Schnitzer im Gruppenspiel der WM 1998 gegen Nigeria, als ihm ein Eigentor zum 2:2 unterlief. Es war der Anfang vom Ende der spanischen Titelhoffnungen.

In seinen Klubs war dem in Vitoria geborenen Zubizarreta mehr Erfolg vergönnt. Nach seinem Karrierebeginn bei Deportivo Alavés feierte er 1982 im Trikot von Athletic Bilbao sein Ligadebüt. Mit dem baskischen Traditionsverein sammelte er mit der Meisterschaft 1983 und dem Double 1984 seine ersten nationalen Titel. Nach dem Wechsel 1986 zum FC Barcelona kamen vier weitere Meisterschaften (1991 bis 1994), zwei Pokalsiege (1988 und 1990) und zwei Supercups (1991, 1992) dazu. Der Höhepunkt seiner Laufbahn war allerdings der Gewinn der Champions League 1992 nach dem 1:0-Finalsieg nach Verlängerung über Sampdoria Genua. Zudem brachte er mit den Katalanen 1989 den Europacup der Pokalsieger auf seinen Namen. 1994 wechselte er zum FC Valencia, 1998 beendete er seine Profikarriere.622-mal lief er insgesamt in der Primera División auf und ist damit bislang unerreicht.

Zubizarretas größte Stärke war sein hervorragendes Stellungsspiel, selten wurde er deshalb zu großartigen Paraden gezwungen. Ohne große Schwächen auf dem Platz erarbeitete er sich auch den Respekt der Medien und Fans: 1987 wurde er zu Spaniens Fußballer des Jahres gewählt, zwischen 1988 und 1995 stand er sieben Mal in den Top Ten bei der Wahl zum Welttorhüter des Jahres, 1992 musste er dabei nur dem Dänen Peter Schmeichel den Vortritt lassen.

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