WM-Rekordspieler, Platz 34: Hans Schäfer
Der „beste Linksaußen der Welt“

Eine Dekade lang gehörte Hans Schäfer zum festen Stamm der bundesdeutschen Nationalelf in den fünfziger Jahren. Eine Zeit, in der es neben Wirtschaftswunder und Rock `n` Roll auch noch "echte" Linksaußen auf den Fußballfeldern gab. Hans Schäfer war einer davon.

HB DÜSSELDORF. Legendär wurde der Kölner (geboren am 19. Oktober 1927) bei der Weltmeisterschaft 1954, als das deutsche Team nach einem 3:2 Finalsieg über Ungarn sensationell den Titel holte. Kenner bezeichneten ihn damals als den "besten Linksaußen der Welt".

Im weiteren Verlauf seiner Karriere wandelte sich Schäfer zum Halbstürmer hinter den Spitzen und perfekten Vorbereiter. Über ein Jahrzehnt lang war der Offensivmann für den 1. FC Köln unentbehrlich. Im Herbst seiner Karriere erlebte er noch den Meistertitel der Kölner von 1962 und auch die Umwandlung des Fußballs vom verdeckten zum offenen Profitum mit. Mit fast 37 Jahren leistete Schäfer seinen entscheidenden Beitrag zum Meistertitel seines "FC" in der neu gegründeten Bundesliga in der Saison 1963/64. Bis 1969 blieb er den "Geißböcken" noch als Trainerassistent erhalten und half entscheidend bei der Bewältigung der Gründerjahre der neuen Spielklasse mit.

In seinen Nationalmannschaftszeiten schoss der Spielmacher in 39 Einsätzen 15 Tore im DFB-Trikot. So war er nicht nur bei der WM 1954, sondern auch bei den Turnieren von 1958 und 1962 dabei und prägte somit in den fünfziger Jahren die erste erfolgreiche Phase der deutschen Nationalelf.

Unvergessen ist Hans Schäfer nicht zuletzt deswegen, weil er mit seiner Flanke das entscheidende Tor von Helmut Rahn zum 3:2 über die favorisierten Ungarn vorbereitete. Es war eben noch die Zeit der klassischen Linksaußen.

Nächste Woche:

Nilton Samtos - Wegbereiter für den stürmenden Außenverteidiger

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