WM-Rekordspieler, Platz 34: Roberto Rivelino
Der Prototyp des „Bierdeckelfußballers“

Wenn ein Spieler den Gegner "auf dem Bierdeckel nass machen" konnte, dann Roberto Rivelino. Aus einer italienischen Familie stammend hatte der in Sao Paulo geborene offensive Mittelfeldspieler Fußball im Blut.

HB DÜSSELDORF. Als typischer Straßenfußballer brachte er neben einer hervorragenden Technik auch einen perfekten Schuss mit. Doch obwohl er für seine Freistöße gefürchtet war, hielt er sich bei Elfmetern zurück. Ganze fünf Strafstöße verwandelte Rivelino in seiner Karriere.

Sein wehendes Haar und der breite Oberlippenbart machten ihn auf dem Platz unverwechselbar. Zwölf Jahre lang trug Rivelino das Trikot der brasilianischen "Selecao", kam am Ende auf 94 Länderspielen und drei WM-Teilnahmen. Sein erster Auftritt bei einer Endrunde endete 1970 gleich mit dem Titelgewinn. Die beiden folgenden Titelkämpfe in Deutschland und Argentinien endeten dagegen in einem Fiasko.

Doch der Brasilianer glänzte auf dem Platz nicht nur mit seinen Kabinettstückchen. Bei einem Freundschaftsspiel 1977 im Maracana-Stadion gegen Uruguay reizte er seinen Gegenspieler Sergio Ramirez so lange, bis dieser ihn durch das ganze Stadion jagte. Rivelino flüchtete in den Spielertunnel, verlor dort den Halt und rutschte die Treppe bis in die Kabinen hinunter.

Heute hat Rivelino immer noch Kontakt zu seinem geliebten Fußball. In Sao Paulo bildet er in zwei Fußballschulen den Nachwuchs aus. Und im brasilianischen Fernsehen ist er als Kommentator ein gern gesehener Gast.

Nächste Woche:

Didi - der Meister der Bananenflanken

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