WM-Rekordspieler, Platz 6: Grzegorz Lato
Der Wirbelwind von 1974

Zusammen mit seinem Teamkameraden Andrzej Szarmach sorgte Grzegorz Lato bei der WM in Deutschland für mächtig Furore. In der Vorrunden gab es für die Polen drei Siege gegen Italien, Argentinien und Haiti, die man sogar mit 7:0 deklassierte.

Immer wieder wirbelte der schnelle Außenstürmer Lato durch die gegnerischen Strafräume und holte sich mit sieben Treffern die Torjägerkanone vor so namhafter Konkurrenz wie Gerd Müller oder Johan Neeskens.

Nach fünf Siegen zu Beginn der WM musste Polen nur gegen das deutsche Team eine Niederlage einstecken und traf daher im Spiel um Platz drei auf Brasilien. Mit einem 1:0-Sieg holte sich Polen im "kleinen" Finale die Bronzemedaille.

Dieses Kunststück wiederholte das Team acht Jahre später bei der Weltmeisterschaft in Spanien mit einem 3:2-Erfolg über Frankreich. Auch bei diesem Turnier war Lato, mittlerweile 32 Jahre alt, in allen sieben Spielen mit von der Partie. Nur bei seiner zweiten WM 1978 in Argentinien blieb Lato ohne Edelmetall: Die Polen scheiterten in der zweiten Gruppenphase.

An seine Topform von 1974 konnte er jedoch nicht mehr anknüpfen. 1974 erzielte er sieben Tore in sieben Partien, 1978 und 1982 folgten dann "nur" noch drei Treffer in dreizehn Anläufen. Insgesamt trug Lato 95 Mal das Trikot der polnischen Auswahl. Dabei gelangen dem Außenstürmer 42 Tore.

Nächste Woche: Wladislaw Zmuda - der vergebliche Trau vom WM-Tor

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