WM-Rekordspieler, Platz 7: Wolfgang Overath
Die treue Kölner Seele

Zahlreiche Profi-Fußballer erarbeiten sich in ihrer Karriere durch stetige Vereinswechsel die Beinamen „Söldner “oder „Wandervogel“. Für Wolfgang Overath sind das so etwas wie Fremdwörter: 408-mal lief der Weltstar in der Bundesliga auf - 408-mal für „seinen“ 1.FC Köln.

Der heutige FC-Präsident absolviert wohl mehr Prominentenkicks im Jahr als die deutsche Nationalelf Länderspiele. 19-mal trug der gebürtige Siegburger bei Weltmeisterschaften den deutschen Adler auf der Brust. Die Krönung war sicherlich der WM-Sieg im eigenen Land bei seiner letzten WM 1974. Sein erstes WM-Spiel machte Overath mit 22 Jahren. Bei der WM 1966 in England war er beim 5:0-Auftakt-Sieg der Deutschen gegen die Schweiz im Hillsborough-Stadion in Sheffield am Ball. Als Vizeweltmeister kehrte er zu seinem Klub 1. FC Köln zurück.

Wolfgang Overath, technisch überragender und kampfstarker Spielmacher, brachte es auf insgesamt 81 Länderspiele und 17 Tore für Deutschland. Bei Weltmeisterschaften traf der Linksfuß dreimal ins Schwarze, u.a. sorgte Overath 1970 mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen Uruguay für Platz drei bei der WM in Mexiko. Nicht umsonst wurde er bei diesem Turnier zum besten Mittelfeldspieler gewählt. Übrigens ist Wolfgang Overath - gemeinsam mit Franz Beckenbauer - der einzige Spieler in der WM-Geschichte, der bei Weltmeisterschaften Platz eins, zwei und drei belegen konnte.

Auf Vereinsebene blieb Overath einem Klub treu: dem 1. FC Köln. 1964, gerade von Siegburg 04 gekommen, holte der Rheinländer mit dem FC seine erste Meisterschaft. 1977, nach insgesamt 408 Bundesligaspielen mit 83 Toren, beendete Wolfgang Overath seine Karriere mit dem gewonnen Pokalfinale gegen Hertha BSC Berlin.

Nächste Woche: Grzegorz Lato - der Wirbelwind von '74

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