WM-Rekordtorjäger, Platz 8: Gabriel Batistuta
Der Tore-Engel

"Batigol", "El Gringo" oder "El Angel". Für kaum einen Spieler fanden seine Anhänger zahlreichere Kosenamen als für Gabriel Batistuta. Der blonde Tore-Engel brachte seinen Gegnern stets Unheil. Dafür wurde er nicht nur von den weiblichen Fans verehrt.

HB DÜSSELDORF. Gabriel Omar Batistuta schnürte im Jahr 1991 erstmals die Fußballstiefel für die argentinische Nationalmannschaft. Internationale Beachtung fand Batistuta noch im selben Jahr bei der Copa America. Gleich bei seinem ersten großen Turnier war "Batigol" mit sechs Treffern erfolreichster Torschütze und wurde Südamerika-Meister - sein bislang einziger Titel mit den "Weiß-Blauen". Auch bei seinem WM-Debüt 1994 in den USA trumpfte "El Angel", wie er in seiner südamerikanischen Heimat genannt wird, gleich mächtig auf. Beim Auftaktspiel steuerte der Stürmer drei Treffer für die "Gauchos" zum 4:0-Sieg über Griechenland bei.

Seine Profikarriere begann "El Camion" (Der Lastwagen) 1988 beim argentinischen Klub Newell's Old Boys of Rosario. Über River Plate zog Batistuta weiter zu Boca Juniors - dem Verein, für den sein Herz bis heute schlägt. Bevor "El Gringo" 1991 in der italienischen Serie A anheuerte, gab er noch das Versprechen ab, seine Karriere beim Maradona-Klub zu beenden. Die "Batigol"-Legende fand in der Saison 1994/95 endgültig Eingang in die Geschichtsbücher. Batistuta setzte sich mit 26 Saisontoren die Torjägerkrone der Serie A auf und brach außerdem einen dreißig Jahre alten Rekord, als er an elf Spieltagen in Folge ins Schwarze traf. Nach neun Jahren beim AC Florenz wechselte der Stürmerstar zum Hauptstadtklub AS Rom, um die Roma mit seinen Toren zum ersten "Scudetto" seit 1983 zu schießen. Nach einem Kurzengagement bei Inter Mailand beendete Batistuta seine Karriere im März 2005 beim Klub Al-Arabi aus dem Scheichtum Katar.

"Batigol" gehörte nie zur Garde der leidenschaftslosen Abkassierer, die nur dem Ruf des Geldes folgen. 1992 trat er gemeinsam mit der Fiorentina den schweren Gang in die zweite Liga an. Bereits jetzt unvergessen ist das erste Aufeinandertreffen mit seinen langjährigen Weggefährten im Dress der Roma. Der Neu-Römer erzielte mit einem fantastischen Volleyschuss aus gut 25 Metern das 1:0-Siegtor und konnte beim anschließenden Torjubel seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Derlei Gefühlsausbrüche und natürlich auch sein "engelsgleiches" Erscheinungsbild, das ihn sogar schon einmal für eine Filmrolle als Jesus ins Gespräch brachte, haben Batistuta zum erklärten Liebling der weiblichen Tifosi gemacht. Der Frauenschwarm steht jedoch nicht in der Tradition berüchtigter argentinischer Lebemänner wie Diego Maradona oder der jüngst für das Nationalteam reaktivierte Claudio Caniggia, die auch außerhalb des Strafraums gerne mal in die Offensive gingen.

NAME: Batistuta
VORNAME: Gabriel
SPITZNAME: Batigol
MANNSCHAFT: Argentinien
TORE: 10
EINSÄTZE: 12
WM-ZEITRAUM: 1994-2002

Nächsten Mittwoch: Gary Lineker - der Gentleman

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