WM-Strategie
Fuji will bei der WM sein Image verändern

Beim japanischen Unternehmen Fuji hat die digitale Technik den Fotofilm abgelöst. Bei der Fußball-WM will der Fotokonzern deshalb seine Marke neu positionieren. Helfen sollen ihm dabei die Erfahrungen als Sponsor seit 1982.

DÜSSELDORF. Der mannshohe Goleo mit dem nackten Hintern empfängt die Besucher im Foyer des flachen Verwaltungsbaus in Düsseldorf-Heerdt. Wie immer gut gelaunt und zerzaust steht das WM-Maskottchen in seinem T-Shirt auf dem kalten Steinboden. Beim japanischen Fotokonzern Fuji ist der Goleo gut aufgehoben. "Seit 1982 ist Fuji als Sponsor dabei", sagt Helmut Rupsch, Deutschland-Geschäftsführer der Fuji Photo Film Europe, und fügt nicht ohne Stolz hinzu: "So viel Erfahrung kann kaum ein anderer Sponsor aufweisen."

Die Zielsetzung ist diesmal so klar wie selten. "Die Marke Fuji Film muss in der Wahrnehmung weiter entwickelt werden", erklärt Rupsch. Bislang ist sie vor allem durch den Zusatz "Film" bekannt. "Dabei sind wir ein Fotokonzern. Das ist viel mehr als Film und das wollen wir kommunizieren". Letztlich macht der klassische Fotofilm nur noch fünf Prozent des Umsatzes aus.

Fuji geht es also weniger um eine generelle Erhöhung des Bekanntheitsgrades. Da haben die Japaner kaum Nachholbedarf. Vielmehr soll die Marke neu positioniert und erweitert werden. Rund um die digitale Fotografie setzt Fuji Film weltweit umgerechnet rund 18 Mrd. Euro um und gehört damit verglichen mit Riesen wie der Deutschen Telekom zu den kleineren Sponsoren.

Der Schwerpunkt der Marketingaktivitäten zur Fußball-WM, die hierzulande im "einstelligen Millionenbereich" liegen, wie Rupsch andeutet, liegt also darin, die gesamte fotografische Wertschöpfungskette am Beispiel Fuji darzustellen. Von der - natürlich digitalen - Kamera über Daten-Speicher und Fotoausdruck bis hin zum guten alten Chemiefilm. "Solange es Nachfrage gibt, wird es Fuji-Filme geben", bekräftigt Rupsch.

Um die Kommunikationsziele zu erreichen, konzentriert sich Marketingchef Michael Grefkes wo immer möglich auf die direkte Zielgruppenansprache. Werbung in Print, TV oder im Internet steht auch auf dem Plan, aber der direkte Kundenkontakt ist das A und O.

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