WM-Teilnahme sicher
Ausnahmezustand im Iran

Die iranische Nationalmannschaft hat ihr Land in Ekstase versetzt. Grund dafür ist der 1:0-Sieg im WM-Qualifikationsspiel über Bahrain. Denn für die iranischen Kicker ist der Erfolg mehr als nur die drei Punkte wert.

HB TEHERAN. Hunderttausende strömten auf die Straßen der Hauptstadt und feierten mit lautstarken "Deutschland, wir kommen"- und "Iran, Iran"-Rufen ihre Nationalelf, die sich mit dem knappen Triumph über Bahrain zum dritten Mal für eine WM qualifiziert hat.

Laut Berichten von Augenzeugen nahmen zahlreiche Frauen sogar den obligatorischen Schleier ab und tanzten ausgelassen in den Gassen Teherans. Die Tanz- Einlagen gingen weit über die strengen islamischen Grenzen hinaus, berichteten Beobachter. Die Polizei hielt sich am Mittwoch zurück, aber die Hauptstraßen und Plätze waren ohnehin mit feiernden Anhängern total blockiert. Nach persischer Tradition wurden wie immer bei feierlichen Anlässen kiloweise Süßigkeiten verteilt.

Auch die Elitekicker des Landes waren am Ziel ihrer Träume. "Jetzt können wir der Welt endlich beweisen, dass wir auch mit der Weltelite mithalten können", sagte Bundesliga-Profi Mehdi Mahdavikia. "Dazu ist es für mich besonders schön, meine zweite WM in Deutschland zu spielen", sagte der Mittelfeldmann des Hamburger SV. Teamkapitän Ali Daei glaubt, dass Iran bei der WM mehr als Außenseiter ist. "Unser Ziel ist klar, wir wollen in die zweite Runde", stellte der frühere Stürmer von Bayern München und Hertha BSC Berlin fest.

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