WM-Vorfreude in Tansania
Alltags-Sorgen rücken in den Hintergrund

Die Vorbereitungen auf die WM laufen auf Hochtouren: Kneipen rüsten mit Generatoren, Fernsehgeräten und Decodern auf. Einen Testlauf fahren die Wirte mit dem derzeit stattfindenden Africa-Cup, das große Augenmerk jedoch gilt der WM im Juni und Juli

HB FRANKFURT/MBINGA. "Klar ist die WM bei uns ein Thema", berichtet der Jugenddirektor von Mbinga, Guido Turuka. "Die Leute bereiten sich jetzt schon auf die Spiele vor. Einige Kneipen haben sogar neue Fernseher dafür gekauft, damit die Qualität stimmt." Er selbst werde die Matches natürlich auch verfolgen, betont er. "Und ich denke, die Deutschen werden gewinnen."

Im "Mbicu", dem einzigen Hotel des Ortes, werden mehrere Fernsehräume eingerichtet. "Wir erwarten viele, viele Zuschauer", sagt Chef Joachim Turuka. "Wir schalten unsere Generatoren ein, und wir haben unsere eine eigene Satellitenschüssel. Da kann nichts schief gehen." Auch die Konferenzhalle der Anlage soll zur Verfügung stehen. "Da passen mindestens 200 Leute rein", erklärt Turuka. "Haben Sie auch Interesse? Ich reserviere Ihnen Plätze!"



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In der nächst größeren Stadt Songea, rund 100 Kilometer entfernt, sind die Decoder ausverkauft. "Überall wollen die Leute die Spiele schauen, und die Kneipen wittern natürlich ihr Geschäft", berichtet der Internet-Betreiber Florence Komba. "Die WM ist ein Riesenthema hier." Auf großes Interesse sei selbst im letzten Winkel des Landes die Tournee des WM-Pokals gestoßen. Die Trophäe machte Mitte Januar in der tansanischen Metropole Daressalam Station. "Besonders für die Jugend ist das eine neue Motivation, ernsthaft Fußball zu spielen."

"Der WM-Pokal ist nicht aus touristischen Gründen bei uns zu Gast", erklärte Präsident Jakaya Kikwete laut FIFA bei den Feiern zum Empfang des WM-Pokals. "Vielmehr überbringt er uns eine konkrete Botschaft." Das fußballbegeisterte Tansania, das sowohl mit Leidenschaft als auch mit den erforderlichen Talenten aufwarten könne, müsse dafür sorgen, dass sich die Sportart Nummer eins künftig besser entwickeln könne. "Ich für meinen Teil bin bereit, dabei zu helfen."

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