Wolfsburg gegen Hertha
Hertha kämpft die Wölfe nieder

Das tor- und ereignisreichste Spiel des Bundesliga-Samstags fand zwischen Hertha und Wolfsburg statt. Die Herthaner kämpften die Wölfe von Trainer Felix Magath nieder. Ein spätes Siegtor brachte die Entscheidung.
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WolfsburgAufsteiger Hertha BSC mausert sich immer mehr zum Überraschungsteam der Saison: Der Bundesliga-Rückkehrer besiegte den bis dato aufstrebenden VfL Wolfsburg auswärts mit 3:2 (2:1) und entschied das Duell der Tabellennachbarn dank der höheren Effizienz für sich. In einem hochklassigen und hitzigen Spiel schoss Raffael (27. Minute) die Gäste in Führung. Wolfsburgs Torkanone Mario Mandzukic (31.) glich aus, bevor Levan Kobiashvili (37.) für die Gastgeber einen Strafstoß verwandelte. Marcel Schäfer (84.) glich spät zum zweiten Mal aus, doch im Gegenzug machte Pierre-Michel Lasogga (85.) den Sieg perfekt.

„Das war ein ganz komisches Spiel“, sagte Markus Babbel. Zwischen Freude und Kritik meinte der Hertha-Trainer nach der Achterbahnfahrt der Gefühle: „Ich weiß noch nicht, was ich mit diesem Spiel anfangen soll.“ Natürlich sei er mit dem Sieg zufrieden, aber mit der Defensivleistung seiner Mannschaft war er nicht einverstanden. „In der Abwehr müssen wir besser stehen. Ein stärkerer Gegner nutzt so etwas konsequenter aus als Wolfsburg heute.“

VfL-Trainer Felix Magath hatte erstmals dem als Diego-Ersatz verpflichteten Alexander Hleb das Vertrauen in der Startelf geschenkt. Der weißrussische Nationalspieler konnte die erste Heimniederlage nach zuvor drei Siegen und einem Remis in Hamburg aber auch nicht verhindern. Nach 78. Minuten musste er ohne einen einzigen Torschuss wieder raus.

Kraft mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt
Die Wolfsburger erarbeiteten sich zwar deutlich mehr Torchancen, die Hertha aber arbeitete wirkungsvoller, machte in der ersten Hälfte aus drei Möglichkeiten zwei Tore. Im Mittelfeld lief Hleb viel, wirkte aber phasenweise unsicher und zögerlich. Die Leihgabe vom FC Barcelona hatte nach einer Knie-Operation monatelang mit Stabhochspringer Tim Lobinger an seiner Form gearbeitet.

Auf der Bank Platz nehmen musste dafür Koo Ja-Cheol, der ihn später ersetzte. In der Innenverteidigung macht der erst kürzlich mit einem Profivertrag ausgestattete Bjarne Thoelke das Rennen gegen die erfahrene Konkurrenz.

Die Berliner wechselten im Vergleich zum 0:0 gegen Mainz auf vier Positionen; in Lasogga, Peter Niemeyer und Maik Franz brachte Trainer Markus Babbel drei Akteure aus der erfolgreichen Pokalformation (3:0 gegen Essen). Ab der 38. Minute musste Nachwuchsmann Sascha Burchert das Tor hüten, weil Thomas Kraft nach einem Zusammenprall mit Mandzukic mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste.

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