Wolfsburg lockt
Ära Makaay beim FC Bayern vor Ende

Nach der Verpflichtung von WM-Torschützenkönig Miroslav Klose ist der Parade-Sturm der Bayern komplett - für Roy Makaay ist darin kein Platz mehr.

dpa MÜNCHEN. „Ich gehe davon aus, dass Roy Bayern verlassen wird. Es gibt zahlreiche Angebote“, sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Als einst teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte war der Niederländer 2003 für 19,75 Mill. Euro von Deportivo La Coruna zu den Münchnern gewechselt, seinerzeit musste Giovane Elber für den damals neuen Sturmführer weichen - nun trifft es Makaay selbst. „Wir haben damals viel Geld für ihn bezahlt, also wird man uns jetzt ebenfalls was zahlen müssen“, sagte Rummenigge über Europas Torjäger des Jahres 2003, der in 129 Bundesliga-Spielen beeindruckende 78 Tore für den FCB erzielte.

Zwar soll Makaay dem neuen Traum-Angriff mit Klose und Weltmeister Luca Toni weichen, doch bislang steht die Wunsch-Offensive der Münchner nur auf dem Papier. Jung-Nationalspieler wie Lukas Podolski (Knorpelverletzung Knie) und Jan Schlaudraff (Bandscheibenvorfall) sind noch lange nicht fit, der Italiener Toni muss nach seiner Fuß-Operation auch erst wieder in Schwung kommen. Und Klose, der in München einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2011 unterzeichnen soll, hatte gegen Ende der vergangenen Saison einen kräftigen Durchhänger.

„Er wird jetzt gewiss - mit der Sicherheit des Transfers im Rücken und der Klarheit, die er zuvor nicht hatte - wieder der wahre Miroslav Klose sein“, versprach Rummenigge in der „Abendzeitung“. Eine erste Kostprobe soll Klose ausgerechnet beim schnellen Wiedersehen mit Werder Bremen, für die er in 89 Bundesligaspielen 53 Tore erzielte, abliefern: Am 21. Juli im Ligapokal in Düsseldorf.

Sorge, dass der neue Bayern-Sturm eine lange Einarbeitungszeit benötigt, hat Präsident Franz Beckenbauer nicht. „Gute Spieler brauchen da normalerweise nicht so lange wie mittelmäßige“, sagte der „Kaiser“ in der „Sportbild“ und erwartet, dass der 69-malige Nationalstürmer Klose (33 Tore) in Schuhen seines Ausrüsters Nike die Tore für den Adidas-Club FC Bayern schießen wird. „Natürlich kannst du drauf bestehen, dass sie in Adidas spielen. Aber dann kriegst du halt die Spieler nicht.“

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