Fußball
Wolfsburg wirbelt in Hannover

Ein früher Doppelpack von Nationalspieler Mike Hanke hat dem VfL Wolfsburg den Weg zu einem 4:2 (4:1)-Erfolg im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 bereitet. Thomas Brdaric traf für Hannover ebenfalls doppelt.

Der VfL Wolfsburg hat dank einer Gala-Vorstellung in der ersten Halbzeit des Niedersachsen-Derbys bei Hannover 96 alle Krisengerüchte im Keim erstickt. Die Mannschaft von Trainer Holger Fach feierte nach zuvor zwei Spielen ohne Sieg mit dem 4:2 (4:1) nicht nur ihren ersten Auswärtserfolg in der laufenden Saison der Bundesliga, sondern schob sich auch in der Tabelle am benachbarten Rivalen vorbei. Die vor dem Seitenwechsel desolaten Gastgeber dagegen kassierten die zweite Schlappe in Folge und dabei im ersten Durchgang erstmals seit Oktober 1969 vier Gegentreffer (beim 3:5 gegen den 1. FC Köln).

Vor 31 517 Zuschauern brachte Mike Hanke die Gäste mit seinem ersten Doppelpack für den VfL schon früh auf die Siegerstraße (10. und 14.). Diego Klimowicz erhöhte auf 3:0 (27.), bevor 96-Stürmer Thomas Brdaric gegen seinen Ex-Verein verkürzte (30.) und Andres D´Alessandro noch vor der Pause das 4:1 erzielte (33.). Der Treffer des argentinischen Olympiasiegers war der 40 000. in der Bundesliga-Geschichte. Brdaric gelang kurz vor Schluss noch das zweite Tor der Gastgeber (89.).

In allen Belangen überlegen

Die Wolfsburger waren zunächst in allen Belangen überlegen und störten Hannover bereits früh beim Spielaufbau. Neben dem konsequenten Pressing zeigte die Fach-Elf jedoch auch immer wieder schönes Zuspiele in die Nahtstellen der 96-Abwehrkette. So resultierten die ersten drei VfL-Treffer jeweils aus Steilpässen, während d´Alessandro Hannovers Keeper Robert Enke beim vierten Tor mit einem Freistoß auf dem falschen Fuß erwischte.

Die Platzherren wirkten in der Defensive schnell verunsichert und über weite Strecken nur wenig aggressiv. Besonders Dariusz Zuraw offenbarte wiederholt Schwächen im Stellungsspiel. Auch nach vorn lief vor der Pause bis auf Brdarics Treffer nur wenig zusammen. Der erneut blasse Vahid Hashemian wartet weiter auf seinen ersten Bundesliga-Treffer seit dem 15. Mai 2004.

Nach dem Seitenwechsel löste 96-Trainer Ewald Lienen die Viererkette in der Abwehr auf, um mehr Druck über die Flügel zu entwickeln. Zwar war Hannover in der Folgezeit auch die dominante Mannschaft, wirklich zwingende Chancen sprangen jedoch nur selten heraus. Wolfsburg blieb derweil durch Konter gefährlich.

© SID

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