Wolfsburger Stürmer im WM-Eröffnungsspiel gesperrt
Hankes Platzverweis hat Folgen

Mike Hankes Confed-Cup-Bilanz kann sich sehen lassen: Zweimal wurde der Nachwuchs-Stürmer im Turnierverlauf eingewechselt, erzielte dabei ein Joker-Tor. Gegen Mexiko durfte der Wolfsburger sogar von Beginn an ran und sorgte stets für Torgefahr. Doch ein Foul in der 54. Minute trübte die Mini-WM-Bilanz des Neu-Wolfsburgers.

HB LEIPZIG. Mike Hanke wusste nicht, wie ihm geschah. Nach seinem ungestümen Foul an Mexikos Salcido sah er die Rote Karte und war erst einmal "fassungslos". Doch das dicke Ende kommt für ihn erst in zwölf Monaten: Der 21-jährige Stürmer ist nach seinem Platzverweis mindestens für das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gesperrt. "Im ersten Augenblick denkt man gar nicht daran", bemerkte der traurige Sünder nach dem deutschen 4:3-Erfolg im Spiel um Platz 3 beim Confederations Cup.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann will sich mit Hankes WM-Sperre nicht widerstandslos abfinden. "Da wird es einen sehr kräftigen Einspruch geben", kündigte er an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will beim Weltverband (FIFA) vorstellig werden, um die bestehende Regel im Fall Hanke außer Kraft zu setzen. Laut Strafenkatalog zieht ein Platzverweis beim Confed-Cup eine Mindestsperre von einem Spiel nach sich, die Hanke im nächsten Pflichtspiel absitzen müsste. Das steigt für die deutsche Elf erst am 9. Juni 2006 in München, weil sie als Gastgeber automatisch für die WM qualifizierte DFB - Auswahl bis dahin keine Wettbewerbspartie mehr bestreitet. "Das ist ein Unding", schimpfte Klinsmann: "Ich gehe fest davon aus, dass diese Karte keine Auswirkungen hat." In der U 21-Auswahl, für die Hanke noch jung genug ist, kann eine Sperre fürs A-Team nicht abgesessen werden.

Hanke selbst wollte am Mittwochabend gar nicht an die Konsequenzen des Platzverweises denken, auch wenn eine Sperre seine WM-Chancen beeinträchtigen könnte. Er ärgerte sich vielmehr über sich selbst: "Es war kein schlimmes Foul. Ich bin ungestüm reingegangen, das war dumm von mir", bemerkte der Angreifer, der das böse Ende bereits kommen sah: "Als der Schiedsrichter so angerannt kam und hinten in die Tasche griff, habe ich geahnt, was kommt. Ich war fassungslos." Das Strafmaß des Australiers Matthew Breeze empfand nicht nur er als überzogen: "Die Rote Karte war zu hart."

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