Wortgefecht mit griechischen Journalisten
Rehhagel explodiert nach scharfer Kritik

dpa ATHEN. Die schönen Tage in Griechenland scheinen für den deutschen Erfolgstrainer Otto Rehhagel vorbei zu sein. „König Otto“ explodierte nach harter Kritik der griechischen Presse wegen angeblicher personeller Fehlentscheidungen.

„Wollt Ihr die Leute einladen oder soll ich es tun. Ihr schafft eine negative Stimmung. Ich will nicht diskutieren. Ich trage die Verantwortung. Ich lade die Leute ein und dabei bleibt's“, rief „Rehakles“ sichtlich erregt den Journalisten bei einer Pressekonferenz anlässlich des Heimspiels in der Qualifikation für die Fußball-EM 2008 gegen Norwegen in Piräus zu.

„Die Stimmung bei der Pressekonferenz war so mies wie nie zuvor“, kommentierte der griechische Sportsender ERA-Sport. „Rehhagel wirkte wie ein Stier im Porzellanladen„, hieß es beim größten Athener Nachrichtensender Skai.

Die griechische Sportpresse hatte dem Trainer vorgeworfen, nicht zu wissen, in welchem gesundheitlichen Zustand die Spieler sind, die er in die Elf des Europameisters beruft. Rehhagel hatte den altgedienten Michalis Kapsis nominiert. Der Verteidiger erholt sich nach einer Verletzung jedoch gerade und kann nach Angaben seines Clubs Olympiakos Piräus nicht spielen. Dagegen erklärte Rehhagel, Kapsis habe ihm in einem Gespräch die Bereitschaft zum Spielen versichert.

In einem weiteren Wortgefecht zwischen Rehhagel und den Journalisten ging es um Co-Trainer Ioannis Topalidis. „Ich lasse mich von keinem außer meiner Frau beeinflussen“, sagte Rehhagel zu Vorwürfen, er höre auf Topalidis. Dieser habe ein gestörtes Verhältnis zu einigen Spielern, die die Nationalmannschaft nach Ansicht der Sportpresse „bitter nötig“ hat. Wegen dieser Differenzen mit Topalidis würden diese Akteure nicht berufen.

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