Wortmeldungen
Beckenbauer: "Müssen so auch Österreich fürchten"

Nach der enttäuschenden Vorstellung der Nationalmannschaft bei der Niederlage gegen Kroatien hat sich Franz Beckenbauer kritisch zu Wort gemeldet. "So müssen wir auch Österreich fürchten." Ein zweites Cordoba schließt der "Kaiser" mittlerweile nicht mehr aus. Auch andere prominente Ex-Nationalspieler meldeten sich zu Wort.

Nach der unerwartet schwachen Leistung der Nationmalmannschaft bei der 1:2-Niederlage gegen Kroatien meldet sich Franz Beckenbauer kritisch zu Wort. "Die gleiche Elf, die vier Tage zuvor eine mitreißende Leistung gegen Polen gebracht hat, bricht so ein. Ich bin fassungslos!", sagte der "Kaiser" der Bild-Zeitung.

In den 90 Minuten gegen Kroatien sei vom Glanz gegen Polen (2:0) "kaum etwas übrig geblieben. Die Mannschaft wirkte schwerfällig, das Stellungsspiel war fehlerhaft, es fehlte der Biss. Ich habe selten erlebt, wie man in so kurzer Zeit so völlig unterschiedliche Vorstellungen abliefern kann."

Beckenbauer befürchtet nun sogar ein zweites Cordoba: "Nach dem Polen-Sieg habe ich gesagt: So müssen wir keinen fürchten. Nach dieser Niederlage gilt es umgekehrt: So müssen wir auch Österreich fürchten." Von Bundestrainer Joachim Löw forderte Beckenbauer deshalb eine "knallharte" Analyse.

Ausscheiden für Beckenbauer "undenkbar"

Der Präsident von Bayern München glaubt aber trotz aller Bedenken weiter ans Viertelfinale. "Ich bleibe trotzdem optimistisch und glaube, dass wir uns als Gruppenzweiter qualifizieren." Ein Ausscheiden? "Für mich undenkbar."

Mit einzelnen Spielern wollte Beckenbauer nicht allzu hart ins Gericht gehen, auch Kapitän Michael Ballack verschonte er weitgehend: "Ballack war bemüht, ist ähnlich wie Frings weite Wege gegangen. Aber es kam wenig dabei herum. Sie haben sich quasi gegenseitig neutralisiert."

Torwart Jens Lehmann hätte "in manchen Situationen etwas unsicher" gewirkt. "An den Toren war er jedoch machtlos", meinte der "Kaiser". Auch Per Mertesacker und Christoph Metzelder hätten zwar "nicht gerade wie ein Bollwerk gewirkt, aber das Risiko eines Wechsels ist größer".

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