Zahlreiche Bundesliga-Legionäre in der „Seleçao“
Brasiliens Abwehr: Made in Germany

Roque Junior und Juan von Bayer Leverkusen, Lucio von Bayern München, Gilberto von Hertha BSC - ausgerechnet die Samba-Fußballer vom Zuckerhut setzen beim Confed-Cup in der Abwehr auf "deutsche" Wertarbeit.

HB LEVERKUSEN. Das Quartett aus der Bundesliga darf sich gute Chancen ausrechnen, im Trikot des fünfmaligen Fußball-Weltmeisters ein viel beachtetes Heimspiel hinzulegen - zumal Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira seine Außenverteidiger Cafú und Roberto Carlos zu Hause gelassen hat.

Der Ehrgeiz von Bayern Münchens Mittelfeldakteur Zé Roberto, für die Mini-WM seinen Urlaub zu kürzen, hielt sich lange in Grenzen. "Ehrlich gesagt, ist es mir gleich", sagte er nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft auf die Frage, ob ihm die Nominierung wichtig sei.

Dabei steht der 30-Jährige vor einer ungewissen Zukunft. "Für uns Brasilianer ist der Confederations Cup nicht so wichtig", erklärte Zé Roberto damals. Beim 4:1-Sieg in der WM-Qualifikation vergangene Woche gegen Paraguay glänzte er wie selten zuvor und erzielte sogar ein Tor. Parreira lobte ihn als einen "fabelhaften Spieler" und Zé Roberto beglich ein paar alte Rechnungen. "Die Presse hat mich ständig kritisiert", schimpfte er. "Nach zehn Jahren in der Selecao muss ich keinem mehr etwas beweisen." Prompt erwischte er jedoch vier Tage später bei der 1:3-Blamage in Argentinien, seinem 68. Länderspiel, einen rabenschwarzen Tag.

Sein Vertrag beim FC Bayern läuft aus: Zé Roberto will mehr Geld und einen längeren Kontrakt als ihm angeboten wurde. Der AS Rom und Atletico Madrid sollen ihm ein Angebot gemacht haben. Doch ein Wechsel wäre ein Risiko. "Ich möchte 2006 in Deutschland spielen", sagte er. Schließlich war er für die WM 2002 nicht nominiert worden und im ersten Ärger sogar aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. "Da hat mir das Herz geblutet."

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