Fußball
Ze Roberto: Der Mann mit Endspiel-Garantie

Beim FC Bayern München ist er einer der großen Künstler, in Brasiliens Nationalteam eher ein unauffälliges Arbeitstier: Bereits zum siebten Mal steht Ze Roberto mit der "Selecao" beim Confed-Cup in einem Finale.

Während Ze Robertos Karriere bei Bayern München vor dem Aus stand, ist er aus Brasiliens Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. In seinem siebten Turnier mit der "Selecao" bestreitet der Mittelfeldspieler des deutschen Doublegewinners Bayern München beim Konföderationen-Pokal in Frankfurt am Main gegen Argentinien sein siebtes Endspiel. Heraussprangen zuvor der Titel bei der "Mini-WM" 1997 sowie die Copa-America-Triumphe 1997 und 1999.

Kein Wunder, dass der 30-Jährige mit den Südamerikanern nächstes Jahr in Deutschland dabei sein will. "Mein größtes Ziel ist es, die WM zu spielen", erklärte der dribbelstarke Defensivkünstler, der sich in diesen Tagen für ein weiteres Jahr an das Starensemble von der Isar gebunden hat. "Es ist besser, wenn ich bei einem Klub bleibe, bei dem ich alles kenne", begründete der Vize-Weltmeister von 1998 im Kölner Express.

Star bei Bayer und Bayern

Deutsche Stadien und Ze Roberto, das passt seit 1998 und seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen bestens zusammen. In 196 Bundesliga-Spielen (21 Tore) etablierte sich der nur 1,72m große Samba-Kicker, der 2002 im Paket mit Michael Ballack für 9,5 Mill. Euro nach München wechselte, als einer der effektivsten Torvorbereiter im Fußball-Oberhaus, auch wenn er in der abgelaufenen Saison mit 22 Einsätzen nach Spielzeit bemessen sein schlechtestes Jahr hatte.

Auch seine Nationalmannschaftskarriere erfuhr unter Weltmeister-Coach Luiz Felipe Scolari einen Knick. Aber spätestens seit dem Gala-Auftritt beim 4:1-Erfolg in der WM-Qualifikation gegen Paraguay vor gut drei Wochen ist Ze Roberto ein wichtiges Puzzlestück im neuen Spielsystem von Trainer Carlos Alberto Parreira. "Ich kann die Kritiken nicht richtig verstehen. Es scheint fast Tradition, dass die Presse gegen Mittelfeldspieler hetzt, wie vor dem WM-Sieg 1994 gegen Dunga", meinte der Bayern-Akteur.

Sein jetziger Job in der "Selecao": dem Offensiv-Quartett mit Ronaldinho, Kaka, Adriano und Robinho den Rücken frei halten. Und diese Aufgabe löste das Bayern-Ass, das beim Gold-Cup 1996 und dem Konföderationen-Pokal 1997 sowie als Reservist bei der WM 1998 jeweils Zweiter wurde, bis zum "Superclasico" der südamerikanischen Fußballgrößen im Waldstadion über 347 Minuten - nur Bayern-Kollege Lucio hatte mit vier kompletten Spielen mehr Einsatzzeit.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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