Zeitz sieht Turnier als Initialzündung für langfristige Dynamik
Puma setzt auf WM-Boom

Der Sportartikelhersteller Puma will sich nach dem siebten Rekordjahr in Folge dauerhaft als weltweite Nummer drei etablieren. "Die Fußball-Weltmeisterschaft bietet dazu eine riesige Chance", sagte Vorstandschef Jochen Zeitz am Freitag in Nürnberg.

HB NÜRNBERG. Der Sportartikelhersteller erwartet dank der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land auch 2006 wieder glänzende Geschäfte. Nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr können sich die Aktionäre bereits auf eine Verdoppelung ihrer Dividende freuen und über einen Kursanstieg der Puma-Aktie von zeitweise gut zehn Prozent zum Wochenschluss.

"Insgesamt ist Puma hervorragend in das neue Jahr gestartet", sagte Zeitz. "Wir sind zuversichtlich, dass wir auch im WM-Jahr 2006 wieder sehr erfolgreich sein werden." Der Vorstand erwarte bei einem Umsatz von 2,3 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis von mindestens 350 Millionen. Bisher war Puma wegen höherer Investitionen in neue Produkte und der Umwandlung von Lizenz- in Eigengeschäft von 300 bis 330 Mill. Euro ausgegangen. Der Konzerngewinn soll statt ursprünglich kalkulierter 20 Prozent nun zehn bis 15 Prozent unter den 286 Mill. Euro des vergangenen Jahres bleiben.



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Der Optimismus des Herzogenauracher Konzerns speist sich aus dem bereits jetzt sehr hohen Auftragsbestand in Höhe von knapp 1,1 Mrd. Euro, worin sich der Boom bei WM-Produkten noch gar nicht widerspiegelt. Allein in Deutschland will Puma in diesem Jahr 300 neue Mitarbeiter einstellen - derzeit hat der Konzern insgesamt knapp 5100 Beschäftigte.

"Puma steht nun an der Schwelle, sich als eine der drei Topmarken langfristig zu positionieren", erklärte Zeitz. Das Fußball-Geschäft spiele dabei eine entscheidende Rolle. Hier wollen die Herzogenauracher in diesem Jahr erneut zweistellig zulegen. Mit zwölf Mannschaften verfüge Puma über das größte WM-Portfolio aller Ausrüster. In dem WM-Städten Stuttgart, Hamburg und Berlin sollen eigene Shops eröffnet werden. "Wir sehen die Fußball-Weltmeisterschaft nicht als Strohfeuer, sondern als Initialzündung für langfristige Dynamik", sagte Zeitz. 2007 werde man die "exzellente Entwicklung" weiterführen. Dann rechnet Zeitz auch wieder mit einem Rekordgewinn.

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