Zidane schießt Frankreich ins Viertelfinale
Franzosen versetzen Spanien in Schockzustand

Das Spiel war eines der Highlights dieser WM bisher . Auf dem Platz standen zahlreiche Superstars, wie Zinedine Zidane, Raul, Henry und Puyol. Nach einem gelungenen Start der Spanier konnten die Franzosen das Spiel in der zweiten Halbzeit für sich drehen. Ihr Kapitän, Zidane, der nach der WM seine Karriere beenden wird, spielte beim Sieg eine Hauptrolle.

Frankreichs "Fußball-Dinos" unter Zinedine Zidane haben bei der WM-Endrunde das Achtelfinale mit ein wenig Glück überstanden. Dank eines abgefälschten Kopfballs von Patrick Vieira in der 83. Minute und eines Flachschusses von "Zizou" in der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug die Mannschaft von Trainer Raymond Domenech die leicht favorisierten Spanier mit 3:1 (1:1) und qualifizierte sich damit für das Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht treffen die "Blauen" am Samstag in Frankfurt am Main auf Titelverteidiger Brasilien.

Vor 43 000 Zuschauern im ausverkauften WM-Stadion von Hannover ging die Mannschaft von Trainer Luis Aragones in der 28. Minute durch einen Foulelfmeter verdientermaßen in Führung. Frankreichs Rekord-Nationalspieler Lilian Thuram hatte Pablo im Strafraum am Fuß getroffen, den fälligen Elfmeter verwandelte David Villa mit einem unhaltbaren Flachschuss. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang Frankreichs Jung-Star Frank Ribery nach glänzender Vorarbeit von Vieira der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer (41.).

Wie von vielen erwartet, scheuten beide Teams während der gesamten Spielzeit das letzte Risiko. Konzentrierte Defensivarbeit war Trumpf und so entstanden nur wenige wirklich torreife Situationen. Insbesondere das Team von Coach Raymond Domenech tat sich bei seinen Angriffsbemühungen schwer, trotz heftiger Kritik in der Heimat hatte Domenech mit Thierry Henry erneut nur eine einzige Sturmspitze aufgeboten, die sich in den Zweikämpfen mit der gut gestaffelten spanischen Abwehr immer wieder aufrieb.

Aber auch die Iberer, die mit drei Siegen und nur einem einzigen Gegentor durch die Vorrunde marschiert waren, konnten unter den Augen von Kronprinz Philipe und Prinzessin Letizia nur phasenweise an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Das lag unter anderem daran, dass Kapitän Raul, erstmals bei dieser WM in der Startformation, an seinem 29. Geburtstag äußerst blass blieb und kaum für Impulse sorgen konnte.

Zinedine Zidane konnte zwar ebenfalls nicht an seine vergangenen Glanzzeiten anknüpfen, doch immer wieder blitzte die Klasse des 34-Jährigen auf. So brachte er in der 16. Minute einen so sehenswerten wie gefährlichen Schuss zustande, der in letzter Sekunde noch abgeblockt werden konnte. Sieben Minuten nach Wiederbeginn bediente Zidane mustergültig seinen Kollegen Claude Makelele, der allerdings mit einem Heber am spanischen Torhüter Iker Casillas scheiterte. Dann wurde er zum Matchwinner. Die Flanke zu Vieras Treffer schlug er, und den Schlusspunkt setzte er selbst.

© SID

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