Zu Staub gewordene Legende
Abrissbagger frisst Bökelberg

500 Tonnen Stahl und 30 000 Kubikmeter Kies-Rohmatrial bleiben übrig vom einstigen Mönchengladbacher Fußballstadion. Dort wo einst gekickt wurde, soll nun ein Wohngebiet geschaffen werden.

HB MÖNCHENGLADBACH. Tschüs Bökelberg: Mit lautem Getöse hat ein riesiger Bagger am Donnerstag mit dem Abriss des legendären Mönchengladbacher Fußball-Stadions begonnen. Das 80 Tonnen schwere Gerät wird sich zunächst durch die Nordkurve fressen, ehe im März die überdachte Haupttribüne gesprengt wird, sagte ein Sprecher der Stadt.

Dort, wo die Kicker des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach einst um Tore und Punkte kämpften, soll später ein Wohngebiet entstehen.

Sechs Monate werde es wohl dauern, bis die vor mehr als 80 Jahren errichtete Spielstätte dem Erdboden gleichgemacht sei. Regie führt ein norddeutsches Unternehmen. Kostenpunkt: etwa eine Million Euro.

Übrig bleiben nach Berechnungen der Firma rund 500 Tonnen Stahl, 15 000 Kubikmeter Beton und 30 000 Kubikmeter Kies - Rohmaterial, das für den Bau der modernen Wohnanlage im Terrassenstil wiederverwendet werden soll. Dafür wurde eine mobile Anlage am ehemaligen Anstoßpunkt mitten auf dem Rasen aufgestellt: Sie soll den Schutt zerkleinern.

Im März soll dann alles ganz schnell gehen: Sprengladungen, unter anderem an den Fundamenten der Flutlichtanlagen, die mit der Dachkonstruktion verbunden sind, sollen die Haupttribüne wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lassen. Und dann wird der Bökelberg endgültig zu Staub gewordene Legende geworden sein.

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