Zufriedener Trainer nach Elfer-Krimi
Eriksson: "Mannschaft hat Charakter gezeigt"

Englands Nationalcoach Sven-Göran Eriksson war trotz des Ausscheidens im Viertelfinale gegen Portugal zufrieden mit seiner Mannschaft. "Die Mannschaft hat alles getan, was möglich war", so der Schwede.

Nach dem bitteren Aus im WM-Viertelfinale gegen Portugal zeigte sich Englands Nationalcoach Sven-Göran Eriksson zufrieden mit seiner Mannschaft und bescheinigte seinem Team Charakter.

Frage: "Herr Eriksson, Sie hatten mit dem angeblich stärksten englischen Nationalteam seit 1966 den Titel im Visier, unter dem Strich steht nun das Aus im Viertelfinale..."

Sven-Göran Eriksson: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und die Partie phasenweise kontrolliert, selbst nach der Roten Karte gegen Wayne Rooney. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und alles getan, was möglich war."

Frage: "Ihren Abschied als Nationalcoach hatten Sie sich sicherlich anders vorgestellt..."

Eriksson: "Ich bin traurig, enttäuscht und ein bisschen verärgert, dass wir nicht mehr erreicht haben. Fünfeinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Das Ausscheiden im Viertelfinale bei der WM 2002 war damals ein gutes Ergebnis, aber diesmal ist das Viertelfinale nicht gut genug. Dieses Team mit dieser Qualität muss zumindest im Halbfinale stehen. Es tut mir Leid für die Mannschaft und natürlich die einmaligen Fans, dieses Ausscheiden tut sehr weh."

Frage: "Zum fünften Mal hintereinander ist England bei einem großen Turnier im Elfmeterschießen gescheitert. Haben Sie eine Erklärung parat?"

Eriksson: "Nicht von ungefähr haben wir seit fünf Wochen fast jeden Tag das Elfmeterschießen im Training geübt. Ich kann nicht verstehen, warum wir nicht getroffen haben. Wenn man drei von vier Elfmetern nicht verwandeln kann, dass ist armselig. Allerdings muss man auch Portugals Torhüter Ricardo ein Kompliment machen."

Frage: "Die Rote Karte gegen Wayne Rooney war der Knackpunkt im Spiel. Wie werten Sie seinen Ausraster?"

Eriksson: "Zunächst habe ich die Szene auf einem sehr kleinen Bildschirm gesehen und nur wenig erkennen können. Es war eine längere Rangelei um den Ball, und der Schiedsrichter hätte Sekunden vorher schon einen Freistoß für uns pfeifen können. Aber wir können und wollen nicht den Referee für unser Scheitern verantwortlich machen. Und zu Wayne möchte ich sagen: Macht ihn nicht kaputt. Er ist der goldene Junge des englischen Fußballs. Ich bin wirklich nicht sauer auf ihn."

© SID

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