Zum Erreichen des Achtelfinals
Angola baut auf portugiesische Schützenhilfe

Die Nationalmannschaft Angolas benötigt für den Achtelfinal-Einzug Schützenhilfe aus Portugal. Bei einem Erfolg gegen den Iran und einem Sieg Portugals gegen Mexiko könnten die Afrikaner weiter im Rennen sein.

Für das letzte Spiel der Gruppe D hat Angolas Trainer Luis Oliveira Goncalves eine veränderte Taktik vorgegeben: "Es ist klar, dass wir offensiver spielen müssen als bisher". Angola trifft heute (16.00 Uhr/live bei Premiere) in Leipzig auf die bereits ausgeschiedene Mannschaft des Iran.

Noch Chancen aufs Achtelfinale

Die Bedingungen für die Afrikaner zum Erreichen des Achtelfinals sind jedoch schwierig. Voraussetzung ist ein Sieg der Portugiesen gegen Mexiko, die zeitgleich in Gelsenkirchen spielen. Dazu muss das Team von Angola die Iraner mit drei Toren Differenz schlagen. Helfen soll dabei der bisherige Reservist Love, der als zweiter Stürmer für den ehemaligen Stuttgarter Rui Marques ins Team rückt.

Die Iraner werden es ihrem Gegner jedoch nicht leicht machen: "Es ist eine Frage der Ehre, uns anständig aus Deutschland zu verabschieden", sagt Mittelfeldspieler Ferydoon Zandi vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Irans lebende Fußball-Legende Ali Daei ist einsatzbereit, wird aber nicht in der Startformation stehen. HSV-Mittelfeldspieler Mehdi Mahdavikia fungiert erstmals als Mannschaftskapitän.

Angolaner wollen in Deutschland bleiben

Die Spieler aus der ehemaligen portugiesischen Kolonie würden es nicht nur aus sportlichen Gründen bedauern, Deutschland vorzeitig verlassen zu müssen. Mittelfeldspieler Paulo Figueiredo: "Wir würden gern länger hierbleiben, es gefällt uns ausgezeichnet. Aber wir wissen, dass uns Portugal dabei helfen muss." Schon am 20. Mai hatten die Angolaner ihr WM-Quartier im niedersächsischen Celle vor den Toren Hannovers aufgeschlagen und erfreuen sich dort seither größter Beliebtheit.

Iran-Trainer Branko Ivankovic wird indes sogar ein Sieg gegen den WM-Neuling nicht vor der Ablösung bewahren können. Schon im Vorfeld der WM war dem Kroaten von Verbandsseite und in den Medien eine zu vorsichtige Spielweise vorgeworfen worden. Als potenzieller Nachfolger hat sich bereits der Niederländer Arie Haan ins Spiel gebracht.

© SID

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