Zum letzten Mal unter gemeinsamer Flagge
Abschiedsspiel für Serbien und Montenegro

Zum letzten Mal werden Serbien und Montenegro heute unter gemeinsamer Flagge bei einer WM antreten. Die bereits ausgeschiedene Mannschaft trifft um 21.00 Uhr in München auf die ebenfalls noch punktlose Elfenbeinküste.

Auf der einen Seite eine Mannschaft mit stolz geschwellter Brust, auf der anderen Seite eine Ansammlung von Spielern ohne Kollektiv: Während die Elfenbeinküste nach zwei knappen 1:2-Niederlagen gegen die Niederlande und Argentinien heute (21.00 Uhr/live bei Premiere) erhobenen Hauptes antritt, bieten die Restbestände der Delegation aus Serbien und Montenegro vor dem letzten Einsatz unter gemeinsamer Flagge ein Bild des Jammers.

"Dieses Spiel ist psychologisch sehr schwierig für uns. Wir müssen versuchen, uns irgendwie noch achtbar aus der Affäre zu ziehen", meinte Kapitän Savo Milosevic vor seinem 101. und letzten Länderspiel - überzeugend klingt er dabei nicht.

Der verletzte Abwehrspieler Nemanja Vidic sowie die gesperrten Mateja Kezman und Ognjen Koroman haben das Teamquartier in Billerbeck genau wie einige Funktionäre bereits verlassen. Der restliche Tross will schon am Donnerstagmorgen statt wie ursprünglich geplant am Freitag die Heimreise nach Belgrad antreten. "Ich wüsste nicht, was uns hier noch halten soll", sagte Verbandspräsident Tomislav Karadzic.

Abschiedsvorstellung für Trainer Petkovic

Neben Milosevic geben auch Trainer Ilija Petkovic und der Schalker Mladen Krstajic ihre Abschiedsvorstellungen. Nach der Abspaltung Montenegros werden sie für Serbien künftig nicht mehr im Einsatz sein.

So etwas wie Teamgeist war bei "SM" spätestens nach dem 0:6-Debakel gegen Argentinien nicht mehr vorhanden. Das blieb sogar Henri Michel, Trainer der Elfenbeinküste, nicht verborgen: "Im Team herrscht eine schlechte Atmosphäre. Das wird auf dem Platz deutlich." Auch der Franzose geht davon aus, dass er für die Elfenbeinküste in München zum letzten Mal auf der Trainerbank sitzen wird. Ein neues Angebot vom Verband liegt bislang nicht vor.

Doch obwohl Superstar Didier Drogba wegen einer Gelbsperre nicht spielen kann, ist von Auflösungserscheinungen in der Truppe nichts zu spüren. Und im Gegensatz zu Milosevic klingt Stürmer Bakary Kone überzeugend, wenn er sagt: "Wir wollen das Spiel gewinnen, für uns, für die Leute daheim und für Afrika."

© SID

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