Zusätzliche Testspiele denkbar
Bierhoff dementiert Entscheidung der Torwartfrage

"Es ist nach wie vor alles vollkommen offen, auch in der Torwartfrage", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hinsichtlich der verschiedenenen Meldungen, dass die deutsche Nummer eins im Kasten fesstehe.

In die Diskussion um die Festlegung des Torwarts Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft bei der WM hat sich Oliver Bierhoff eingeschaltet und energisch dementiert, dass die Torwartfrage schon entscheiden sei. "Das ist Unsinn und zeugt von dem Wahnsinn vor der WM. Wenn wir unseren Sponsoren Namen geben, mit denen sie ihre Werbeaktivitäten planen können, heißt das doch nicht, dass diese Spieler auch bei der WM dabei sind. Es ist nach wie vor alles vollkommen offen. Unsere Entscheidung fällt nach derzeitigem Stand am 13. Mai, das gilt auch für die Torwartfrage", erklärte der Nationalmannschaftsmanager am Rande des zweitägigen Workshops der 32 WM-Teilnehmer am Montag in Düsseldorf.

Auf sid-Anfrage hatte auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann am Sonntag diesen Bericht dementiert. "Weder gibt es eine Entscheidung nach dem USA-Spiel noch irgendeine Tendenz. Die Konstellation ist nach wie vor die, dass Jens der Herausforderer von Oliver ist und sie sich einen Leistungswettkampf liefern. Beide spielen seit langem auf sehr hohem Niveau und eine endgültige Entscheidung wird es erst nach der Saison geben. Dann erst wissen wir, wie sie die Saison zu Ende gespielt haben und beide hoffentlich verletzungsfrei sind", sagte der Weltmeister von 1990. Die Bundesliga-Saison endet am 13. Mai dieses Jahres. Die Nominierungsfrist für die WM endet am 15. Mai.

Das Nachrichten-Magazin Focus hatte berichtet, dass sich Klinsmann bereits auf England-Legionär Jens Lehmann von Arsenal London als Nummer eins für die WM im eigenen Lande (9. Juni bis 9. Juli) festgelegt habe. "Klinsmann hat gestern noch einmal betont, dass Oliver Kahn die Nummer eins ist und Jens Lehmann der Herausforderer", sagte Bierhoff dazu.

Auch Klinsmanns Assistent Joachim Löw stellte klar, dass diese "Meldung in keinster Weise zutreffend" sei. Löw erklärte: "Nachdem Lehmann in Italien zum Einsatz gekommen ist, wird Oliver wie abgesprochen am 22. März in Dortmund gegen die USA spielen. Danach werden wir uns sicherlich mal zusammensetzen. Sie können aber davon ausgehen, dass die Betroffenen als erste davon erfahren werden, wie unsere Entscheidung ausgefallen ist. Bislang ist noch gar nichts entschieden."

Bierhoff bestätigte in Düsseldorf zudem, dass die sportliche Leitung der Nationalmannschaft überlege, möglicherweise im April noch ein oder zwei zusätzliche Länderspiele zu vereinbaren. "Wir haben auch schon überlegt, ob es sinnvoll ist, noch das ein oder andere Testspiel, eventuell gegen kleinere Nationen, dazuzunehmen. Aber da ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte der ehemalige DFB-Kapitän.

© SID

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