Fußball
Zwanziger drängt Klinsmann zu einer Entscheidung

DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger hat den Druck auf Bundestrainer Jürgen Klinsmann erhöht und klare Signale in den Verhandlungen um eine mögliche Vertragsverlängerung gefordert.

In den Verhandlungen um eine mögliche Vertragsverlängerung mit Jürgen Klinsmann hat der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger klare Signale und eine baldige Entscheidung des Bundestrainers verlangt. "Ende Oktober sollten wir uns zusammensetzen. Er weiß, dass der Verband, das Präsidium und ich dann ein Signal brauchen", sagte Zwanziger der Welt am Sonntag. Er selbst müsse sich schließlich auch auf die Zeit nach der WM 2006 vorbereiten.

Der 60 Jahre alte Zwanziger hält indes auch Klinsmanns Assistenten Joachim Löw für befähigt, das Amt des Nationalcoaches auszuüben. "So ein Mann kann immer und überall in der ersten Reihe stehen", meinte der DFB-Boss, der nach der WM 2006 in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) das alleinige Sagen im größten Sportfachverband der Welt (6,2 Mill. Mitglieder) übernehmen wird; es endet die Amtszeit von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder.

Kommenden Freitag wird das DFB-Präsidium in Frankfurt/Main außerdem eine Grundsatzdiskussion über den Posten des sportlichen Direktors führen. Bei der Besetzung soll Klinsmann ein Mitspracherecht haben. "Er ist unser erster Ansprechpartner. Der Dreiklang zwischen Bundestrainer, Manager und Sportdirektor muss zusammenpassen", äußerte Zwanziger. Der Sportdirektor solle langfristig gebunden werden, "der Vertrag muss vier Jahre laufen, um Kontinuität zu gewährleisten", so Zwanziger. DFB-Justiziar Goetz Eilers arbeitet bereits an der Stellenausschreibung.

Schiedsrichter Jansen erhält eine Entschädigung

Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen) erhält vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Entschädigung, nachdem er im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals um Ex-Referee Robert Hoyzer zu Unrecht beschuldigt worden war. Dies berichtet die Welt am Sonntag. Der Verband hatte den 44 Jahre alten Unparteiischen Jansen zwischenzeitlich nicht mehr berücksichtigt.

"Wir haben uns mit Herrn Jansen geeinigt. Er soll wieder pfeifen, sobald er die entsprechenden Kriterien (Fitnesstest, d. Red.) erfüllt. Ich habe immer gesagt, wenn der Mann unschuldig ist, müssen wir ihn rehabilitieren. Ich wünsche ihm nun von Herzen alles Gute. Wir haben uns darüber hinaus für die halbe Saison, in der er nicht pfeifen durfte, vernünftig verständigt", so Zwanziger. Nach "Wams"-Informationen soll Jansen etwa 30 000 Euro erhalten haben - eine Summe in der Größenordnung, die er für seine Einsätze in der Hinrunde der Saison 2004/2 005 bekommen hatte (36 816 Euro)

© SID

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