Fußball
Zwanziger fordert mehr TV-Zeit für Frauenfußball

Die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten sollen nach Meinung des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger mehr Frauenfußball zeigen. "Die Bundesliga ist keine Wald- und Wiesen-Liga", sagte Zwanziger.

Der Frauenfußball-Bundesliga soll nach Ansicht des Geschäftsführenden DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger mehr Sendezeit von den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten eingeräumt werden. "Die Frauen-Bundesliga ist eine DFB-Spielklasse und keine Wald und Wiesen-Liga. Wir wollen erreichen, dass unsere TV-Partner ARD und ZDF mehr Frauenfußball zeigen. Wenn ARD und ZDF nicht senden, dann müssen Sie zumindest die Übertragungsrechte für andere Sender freimachen", erklärte Zwanziger im Interview mit dem Fachmagazin Sponsors.

TV-Anstalten in der Pflicht

Zwanziger sieht die TV-Anstalten in der Pflicht, da sie "im Besitz der attraktiven Rechte der Männer-Nationalmannschaft und des DFB-Pokals sind". Obwohl ARD und ZDF durch die enstprechenden Verträge nicht dazu verpflichtet sind, erwartet Zwanziger, "dass sich die Sender im Gegenzug stärker dem Frauenfußball widmen".

Allerdings kritisierte der 60-Jährige nicht nur ARD und ZDF, die durch ein größeres Sende-Volumen den Frauen-Bundesligisten auch finanziell bei der Aquise von potenziellen Sponsoren auf die Sprünge helfen könnten, sondern auch das seiner Meinung nach stiefmütterliche Verhalten der männlichen Bundesliga-Klubs gegenüber ihren Frauenfußball-Abteilungen. "Beispielsweise hängen die Frauen des FC Bayern München und des SC Freiburg natürlich stark von der jeweiligen Männerabteilung ab. Da muss man schon mal kritisch bei den jeweiligen Vereinsführungen nachfragen: "Was soll eigentlich aus Eurer Frauen-Abteilung werden?" Oder nehmen Sie die Frauen des VfL Wolfsburg, die leider abgestiegen sind. Dahinter steht ein Weltkonzern wie VW", meinte Zwanziger.

© SID

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