Fußball
Zwanziger: "Keine Entscheidungen vor 12. November"

DFB-Präsident Theo Zwanziger lässt sich bei den anliegenden Personalentscheidungen innerhalb des Verbandes nicht unter Druck setzen. "Vor dem 12. November sind keine Entscheidungen zu erwarten", so Zwanziger.

Bei den anliegenden Personalentscheidungen lässt der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, keine Eile aufkommen. "Vor dem Länderspiel in Paris gegen Frankreich am 12. November sind keine Entscheidungen zu erwarten", sagte der DFB-Chef im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). Dies träfe sowohl für die Personalie Bundestrainer als auch die des künftigen Sportdirektors zu, über die seit Wochen spekuliert wird.

"Es hat bislang in dieser Frage noch keine Gespräche und erst recht keine Verhandlungen gegeben", meinte Zwanziger, der zunächst einmal wissen möchte, was Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der WM 2006 in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) macht. "Mir ist wichtig, wie es mit seiner Befindlichkeit aussieht. Er muss für sich ausloten, wie es für ihn nach der WM weitergeht. Erst dann werden wir uns mit der Position des Sportdirektors auseinandersetzen. Bevor ich nicht weiß, was Klinsmann will, wird es auch keine Entscheidung geben", erklärte der 60-Jährige.

Enges Vertrauensverhältnis wichtig

Für ihn ist klar, dass zwischen dem Bundestrainer, Manager Oliver Bierhoff und dem Sportdirektor ein sehr enges Vertrauensverhältnis herrschen müsse. Weder für Klinsmann noch für Bierhoff gäbe es aber ein Ultimatum: "Das ist völliger Quatsch." Zwanziger hatte zuletzt aber immer wieder betont, dass er mit der Arbeit des Völler-Nachfolgers, dessen Assistenten Joachim Löw und Bierhoff sehr zufrieden sei und er den bis 2006 datierten Kontrakt mit Klinsmann gerne verlängern würde.

"Prominente Fußballer öffnen viele Türen"

Einigkeit besteht aber schon darüber, dass der neue Sportdirektor ein Aushängeschild für den größten Sportfachverband der Welt (6,2 Mill. Mitglieder) sein soll. "Ein Sportverband wie der DFB braucht auch ein sportliches Gesicht. Wir sind schließlich kein Verwaltungsverband. In diesem Bereich verfügen wir über hervorragende Leute. Aber prominente Fußballer öffnen uns viele Türen", sagt Zwanziger, der sich in dieser Frage auch vom ehemaligen Bundesligacoach Hans Meyer beraten lässt: "Er kommt für diesen Posten nicht in Frage. Aber ich lege auf seine Meinung Wert, weil er ein ausgewiesener Fachmann ist und wir zudem ein freundschaftliches Verhältnis pflegen."

Der Sportdirektor solle künftig in leitender Position tätig sein, übergreifend von der Nationalmannschaft zu den Nachwuchsteams. Entsprechend soll er den Status eines DFB-Direktors erhalten, was auf der Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt/Main abgesegnet werden soll.

© SID

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