Fußball
Zwanziger setzt auch nach 2006 auf Klinsmann

Erstmals hat DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger erklärt, dass er auch nach der WM 2006 gerne mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann zusammenarbeiten möchte. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er weitermacht", sagte Zwanziger.

Auch nach der Heim-WM 2006 möchte DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger offenbar weiter mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann zusammenarbeiten. "Wenn wir Ende dieses Jahres Signale haben, dass sich mein Gefühl bestätigt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass er über 2006 hinaus weitermacht, und zwar als Trainer", sagte der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen Tag nach dem 2:2 im Testspiel gegen die Niederlande in Rotterdam im DSF-Interview.

"Spüre, dass es ihm Spaß macht"

Noch vor sechs Monaten sei die Tendenz in Sachen Klinsmann in eine ganz andere Richtung gegangen, wie Zwanziger zugibt. Da hätte einiges dafür gesprochen, dass den Wahl-Amerikaner einzig die WM im eigenen Land interessiere. Zwanziger: "Aber ich habe gespürt, ihn reizt jetzt nicht mehr nur das Projekt 2006. Jürgen Klinsmann will auch Strukturen aufbauen und organisieren. Er hat eine Philosophie und eine Strategie und will das auch umsetzen. Er weiß ganz genau, dass das, was man jetzt beginnt, nicht nach der WM wieder auf den Kopf gestellt wird. Ich spüre, dass es ihm Spaß macht."

Gleichzeitig wies Zwanziger entschieden Gerüchte zurück, nach denen Klinsmann Sportdirektor werden könnte. "Da ist nichts dran. Was richtig ist, ist, dass wir Gespräche mit allen Beteiligten führen werden. Solange es keine Gespräche gegeben hat, die zu einem Ergebnis führen, ist alles reine Spekulation", sagte der DFB-Chef. Zwanziger bestätigte allerdings, dass man sich im DFB-Präsidium darüber im Klaren sei, einen Sportdirektor zu installieren. Eine Entscheidung werde noch in diesem Jahr, wahrscheinlich im Oktober oder November fallen.

Auch Bierhoff soll gehalten werden

Auch die Zusammenarbeit mit Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff solle fortgesetzt werden, sagt Zwanziger: "Dafür, dass es Neuland war, hat er sich sehr gut bewährt." Bierhoff habe sehr gute Fähigkeiten bei administrativen Tätigkeiten, er mache seine Arbeit ganz, ganz ausgezeichnet, lobt der DFB-Präsident. Ende des Jahres, wenn alle überlegt haben, werde auch der DFB in Sachen Bierhoff entscheiden: "Wir könnten uns beide vorstellen, dass er auch nach 2006 beim DFB weiterarbeitet. Aber wir werden diese Entscheidung nicht ein Jahr vor der WM treffen."

Auf die Frage, ob der WM-Titel 2006 möglich sei, antwortete der DFB-Präsident: "Ja! Da bleibe ich optimistisch, weil ich weiß, dass die Spieler, die am Mittwoch in Rotterdam auf dem Platz standen, nicht das letzte Wort des deutschen Fußballs sind. Ich denke, im Offensivspiel werden wir sehr konkurrenzfähig sein." Er sei aber nicht ganz sicher, ob die Defizite in der Abwehr noch abgestellt werden können: "Denn dort war auch beim "Confed-Cup" sichtbar, dass wir da noch nicht erste Sahne sind."

DFB-Boss bei "Torhüter-Diskussion" diplomatisch

Zu der umstrittenen "Torhüter-Rotation"äußerte sich Zwanziger diplomatisch, da man in diesem besonderen Fall zwei Linien vertreten könne: "Erstens, ich habe meine Nummer eins - die ist es und die bleibt es. Oder zweitens, ich habe zwei gute Torhüter, die im Konkurrenzkampf stehen. Eins ist klar: Wenn er die Entscheidung früher trifft und die Nummer 1 vor dem Turnier in ein Loch fällt oder sich verletzt, dann beginnt der Neue erst nachzudenken." Klinsmann habe sich laut Zwanziger für den Weg der begrenzten Konkurrenz entschieden: "Man kann sicher auch andere Wege gehen, aber das ist die Entscheidung des Bundestrainers."

© SID

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