Zwei Youngster die Gewinner des 2:2 gegen Russland
Blackout in der Schlussminute

Neues Spiel, altes Problem: Auch im letzten Test vor dem Confed-Cup gegen Russland haben bei der deutschen Nationalmannschaft Kraft und vor allem Konzentration bei dem von Bundestrainer Jürgen Klinsmann verordneten Tempo-Fußball noch nicht für 90 Minuten gereicht. Das rächte sich ähnlich wie bei den Spielen gegen Argentinien und Brasilien wieder einmal. Bei der Generalprobe für die „Mini-WM“ gab das Team in letzter Minute einen Sieg aus der Hand.

HB MÖNCHENGLADBACH. Eine Woche vor Beginn des Turniers musste sich die deutsche Auswahl am Mittwoch in Mönchengladbach mit einem 2:2 (1:1) gegen Russland begnügen, obwohl es lange Zeit eine hoffnungsvolle Leistung gezeigt hatte. Probleme in der Abwehr brachten die Mannschaft, die durch die ersten beiden Länderspiel-Tore von Bastian Schweinsteiger (30./69.) in Führung lag, um den verdienten Lohn. Andrej Arschawin traf in der Nachspielzeit nach einem Stellungsfehler von Thomas Hitzlsperger zum Ausgleich. Alexander Anjukow (26.) hatte die Gäste vor 46 228 Zuschauern im Borussia Park in Führung gebracht.

"Wir dürfen nicht kurz vor Schluss in einen solchen Konter reinlaufen. Wir müssen in der einen oder anderen Situation einfach cleverer agieren, dann sind wir auch erfolgreicher", ärgerte sich Torhüter Oliver Kahn über den Ausgleich in der Schlussminute. "Wir hatten gehofft, mit einem Erfolgserlebnis in den Confederation Cup gehen zu können, dann kam das blöde Gegentor. Das schockt einen zwar ein wenig, ich glaube aber, dass wir trotzdem genug Selbstvertrauen haben", sagte der zweifache Torschütze Schweinsteiger.

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Vier Tage nach der Gala von Michael Ballack beim 4:1 in Nordirland spielten sich gegen die taktisch klug eingestellte "Sbornaja" Schweinsteiger und Lukas Podolski ins Rampenlicht. Der Kölner Zweitliga-Torschützenkönig imponierte mit Spielverständnis und Schusskraft und empfahl sich mit seiner Leistung für einen Stammplatz bei der anstehenden WM-Generalprobe. Der 20-Jährige harmonierte auffällig gut mit Schweinsteiger, der für die Risikobereitschaft in seinem 14. Länderspiel mit den ersten Treffern belohnt wurde.

Ab der 60. Minute bildete Podolski bis zu seiner Auswechslung kurz vor Schluss gemeinsam mit Mike Hanke den "Bubi"-Sturm. Der Schalker kam als neunter Debütant unter Jürgen Klinsmann zum Einsatz. Michael Ballack konnte der Begegnung dagegen nicht wie erhofft seinen Stempel aufdrücken. Der Kapitän wurde zwar ständig von seinen Mitspielern gesucht, büßte aber durch Fehlpässe einiges an Wirkung ein. In der 79. Minute vergab Ballack die Großchance zum 3:1.

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